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Albrecht von Stosch (1818–1896) war ein preußischer General
und Admiral sowie der erste Chef der Kaiserlichen Admiralität
des Deutschen Reiches. Eine besondere Bedeutung kommt seiner
Beziehung zum
Osmanischen Reich zu.
Er ist 20. April 1818 in Koblenz geboren. Er wurde zum
preußischen General der Infanterie und Admiral. Von 1872 bis
1883 war er erster Leiter der neu gegründeten Kaiserlichen
Admiralität.
Von Stosch hielt sich in den 1850er Jahren mehrere Jahre
als Militärberater im
Osmanischen Reich auf. In dieser Funktion war er an
Reformbestrebungen des osmanischen Militärs beteiligt,
insbesondere an der Modernisierung von Ausbildung,
Organisation und Verwaltung nach westeuropäischem Vorbild.
Seine Tätigkeit fiel in die Phase der
Tanzimat-Reformen, in der das
Osmanische Reich verstärkt auf ausländische – vor allem
preußische – Offiziere zurückgriff.
Die Erfahrungen, die von Stosch in osmanischen Diensten
sammelte, prägten sein Verständnis für vergleichende
Militärorganisationen und stärkten seinen Ruf als
international erfahrener Reformer. Diese Expertise trug später
zu seiner Berufung an die Spitze der deutschen
Marineverwaltung bei und machte ihn zu einer Schlüsselfigur
der frühen deutsch-osmanischen Militärkontakte des 19.
Jahrhunderts.Für seine Verdienste im
Osmanischen Reich erhielt er den
Mecidiye-Orden.
Nachdem Stosch ab 1872 Chef der deutschen Admiralität und
damit faktischer Architekt der modernen deutschen
Marineverwaltung wurde, war er für die
Osmanen ein zentraler Ansprechpartner der deutschen
Seemacht. So intensivierte sich unter Stosch der maritime
Austausch. Deutsche Werften, Ausbilder und Konzepte gewannen
Einfluss, denn Deutschland war als konservative,
nicht-koloniale Ordnungsmacht im Vergleich zu Großbritannien
attraktiver für die
Osmanen. Damit war auch die Grundlage für die maritime
Partnerschaft für den viel späteren Ersten Weltkrieg gelegt.