Sulaiman ibn Abdulamalik
  Sulaiman ibn Abdulmalik

Aussprache: sulaimaan ibn abd-ul-malik
arabisch:
سليمان بن عبد الملك
persisch:
سلیمان پسر عبدالملک
englisch: Sulayman ibn Abd al-Malik

ca. 674 - 717 n.Chr.

Sulaiman ibn Abdulmalik war der siebente Kalif der Umayyaden und herrschte 715-717 n.Chr..

Nachdem bereits sein Vater Abdulmalik ibn Marwan Sulaiman zum Nachfolger seines Bruders Walid (I.) ibn Abdalmalik bestimmte hatte, dessen jüngerer Bruder er war, trat er nach dessen Ableben, die Regierung an. Zwar hatte er vor seinem Amtsantritt Haddschadsch ibn Yusuf zum Gegner, aber als er 714 n.Chr. verstarb, gab es keinen großen Widerstand gegen seine Amtsübernahme.

Zunächst kam es zu einigen Unruhen in der Verwaltung der östlichen Provinzen, als Sulaiman die Amtsträger des Statthalters Haddschadsch, absetzte und verfolgte. Dies führte auch zur Revolte von Qutaiba ibn Muslim in Chorasan und zu dem Widerstand von Muhammad bin Qasim, die aber unterdrückt werden konnten. Beide wurden gefasst und hingerichtet. Das bedeutendste Ereignis seiner Regierungszeit ist die Belagerung von Konstantinopel durch arabische Muslime (715-717) unter dem Kommando von Maslama ibn Abdul-Malik. Dieses schon von Walid I. vorbereitete Unternehmen scheiterte aber erneut unter sehr schweren Verlusten.

Seine Regierungszeit verbrachte Sulayman vor allem in Palästina, wobei Ramallah seine bevorzugte Residenz war. Er war bereits zu Lebzeiten seines Vorgängers und Bruders Gouverneur der Region. Er ließ auch das Wüstenschloss Kusair Amra errichten.

Er starb 717 n.Chr. auf einem Feldzug gegen die Byzantiner. Vor seinem Ableben missachtete Sulaiman die alte Familientradition, ignorierte seinen Bruder und auch Sohn und nominierte Umar ibn Abdul Aziz aufgrund seiner Weisheit als seinen Nachfolger, der die Nachfolge auch antrat.