Uluçalireis
Ulutscharireis (Uluçalireis)

Aussprache: ulutsch aliy rays
arabisch:
أولوتش علي ريس
persisch:
اولوچ علی رئیس
englisch:
Ulucalireis

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Die Ulutscharireis (Uluçalireis) oder TCG Uluçalireis ist heute ein Unterseebootmuseum innerhalb des Marine-Museum Tschanakkale (Çanakkale Deniz Müzesi).

Das ausgestellte ehemalige türkische U-Boot trägt die Kennung S-338. Besucher können dadurch auch einen Eindruck von der räumlichen Enge und Technik eines militärischen U-Bootes erhalten wie Torpedoraum, Zentrale, Periskop, Mannschaftsquartiere usw.

Die S-338 ist ein ehemaliges diesel-elektrisches U-Boot der Tench-Klasse. Es wurde ursprünglich 1944 in den USA als USS Thornback (SS-418) für die US Navy gebaut und noch im Zweiten Weltkrieg im Pazifik eingesetzt.

1971 wurde das U-Boot an die türkischen Seestreitkräfte übergeben und erhielt den Namen TCG Uluçalireis sowie die türkische Bordnummer S-338. Der Name erinnert an Uluç Ali Reis, einen bedeutenden osmanischen Admiral des 16. Jh.n.Chr. Das Boot diente von 1971 bis 2000, also rund 29 Jahre, in der türkischen Marine.

Nach seiner Außerdienststellung war es lange Zeit als Museumsschiff in Istanbul zu sehen. Nach einer umfassenden Überholung in der Marinewerft Gölcük wurde es 2024 nach Tschanakkale (Çanakkale)  gebracht und am 18. März 2024, dem Jahrestag des türkischen Seesiegs von Tschanakkale (Çanakkale), als Museums-U-Boot eröffnet. Offizielle türkische Stellen bezeichnen es als erstes U-Boot-Museum der Türkei.

Technisch ist es ein relativ großes konventionelles U-Boot seiner Epoche: etwa 93 Meter lang, mit einer Verdrängung von ungefähr 1.570 t über Wasser und deutlich über 2.000 t getaucht. Charakteristisch für die Tench-Klasse waren Torpedorohre im Bug und Heck und ein diesel-elektrischer Antrieb.

Für das Museum in Tschanakkale (Çanakkale)  ist die S-338 deshalb interessant, weil sie mehrere Epochen der Marinegeschichte miteinander verbindet: US-amerikanischer U-Bootbau des Zweiten Weltkriegs, NATO-Zeit und türkische Marinegeschichte des Kalten Krieges. Sie hat allerdings nichts mit der Seeschlacht von Tschanakkale (Çanakkale)  1915 selbst zu tun, denn damals existierte sie noch nicht.

Foto Y.Özoguz (2026 n.Chr.)

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de