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Usûlî war ein osmanischer Diwan- und Sufi-Dichter des 16.
Jh. n.Chr. Sein bürgerlicher Name ist nicht sicher
überliefert.
Er wurde in Yenice-i Vardar geboren, dem heutigen Giannitsa
in Griechenland, und starb vermutlich um 1538/39 n.Chr.
Er reiste nach Ägypten
und schloss sich dort dem Sufi-Scheich Ibrahim Gülşeni an.
Nach seiner Rückkehr nach Rumelien
verbreitete er dessen mystische Lehren und führte ein
dervischhaftes Leben.
Seine Gedichte behandeln vor allem: die göttliche Liebe,
die Einheit des Seins, mystische Gotteserfahrung, Armut und
Selbstentäußerung im sufischen Sinne. Usulis Sprache gilt im
Vergleich zu vielen anderen Diwan-Dichtern als relativ
schlicht, unmittelbar und gefühlsbetont. NSein wichtigstes
erhaltenes Werk ist sein Dīwān, eine Sammlung seiner Gedichte.

Osmanische Miniatur aus
Zübdetü’t-Tevarih (17. Jh. n.Chr.)