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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Zeitmanagement im Islam bedeutet, dass
der
Mensch
die ihm anvertraute Zeit geordnet nutzt, um sich
Gott
anzunähern.
Im
Islam wird
Zeit [asr]
als anvertrautes Gut verstanden: Der
Mensch
soll seine Lebenszeit nicht zerstreuen, sondern sie bewusst
und konzentriert zwischen Gottesdienst, Pflichten, Erwerb,
Familie, Lernen und Erholung ordnen.
Ein oft zitierter Gedanke aus der
Überlieferung [hadith] ist die Einteilung des Tages in
Bereiche. Von
Imam Kazhim (a.) wird überliefert, dass der
Gläubige [mumin] seine Zeit in mehrere Abschnitte teilen
soll. So sagt er (a.) in der
Überlieferung [hadith]:
„Bemüht euch darum, dass eure Zeit aus vier Abschnitten
besteht:
 | einer Zeit für das vertrauliche Zwiegespräch mit
Allah, |
 | einer Zeit für die Angelegenheiten des
Lebensunterhalts, |
 | einer Zeit für den Umgang mit Brüdern und
vertrauenswürdigen Menschen, die euch eure Fehler aufzeigen
und euch im Innersten aufrichtig zugetan sind, |
 | und einer Zeit, in der ihr euch euren Genüssen
widmet, sofern sie nichts Verbotenes enthalten. Und durch
diese [letzte] Zeit seid ihr zu den anderen drei Zeiten
fähig.“ |
Die letzte Kategorie sie soll Kraft für die anderen
Pflichten geben.
Auch von
Imam Ali (a.) stammen zahlreiche Aussagen über den Wert
der Zeit. Zentral ist die Vorstellung, dass Gelegenheiten
schnell vergehen und dass Aufschub (taswif, [التسويف])
gefährlich ist. Zeitmanagement ist deshalb nicht nur
organisatorisch, sondern moralisch: Wer ständig sagt „später“,
kann religiöse und weltliche Chancen verlieren.
Wichtig ist außerdem die Verbindung von Zeit mit
Selbstabrechnung (muhasabat an-nafs). Der Mensch soll
regelmäßig prüfen: Was habe ich heute getan? Was war nützlich?
Wo habe ich Zeit verschwendet? Das erinnert an eine tägliche
Bilanz.
Das bedeutet im Kern: Nicht möglichst viel in möglichst
wenig Zeit pressen, sondern jedem Bereich sein Recht geben und
die Lebenszeit auf das Jenseits hin sinnvoll ordnen.

Bild: KI-generiert (2026 n.Chr.) |