Zuhair ibn Qain
Zuhair ibn Qain al-Bidschli

Aussprache: zuhayr ibn al-qayn
arabisch: زهير ابن القين
persisch:
englisch: Zuhayr ibn Qain al-Badschali

??? - 10.1.61 n.d.H.

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Zuhair ibn Qain al-Bidschli und Said ibn Abdullah waren zwei Gefährten von Imam Husain (a.) in Kerbela am Tage Aschura.

Er ist ein Cousin von Salman ibn Mazarib ibn Qais. Sie waren beide von Kufa nach Mekka gekommen. Und als auf dem Rückweg Zuhair ibn Qain sich Imam Husain (a.) anschließen wollte, schloss sich Salman auch an.

Zuhair hatte sich vormals ursprünglich Umar ibn Chattab angeschlossen. Als er aber nach seiner Pilgerfahrt [hadsch] Imam Husain (a.) traf, schloss er sich ihm an. Er erkannte sehr früh den Charakter der bevorstehenden Reise und soll seine Frau Dalham bint Amru mittels Scheidung frei gegeben und sie in ihre Heimat geschickt haben, um sie vor späterer Verfolgung zu schützen. In der Nacht von Tasua gehörte er zu denjenigen, die zu Imam Husain (a.) gesagt haben:

"Selbst wenn wir getötet werden sollten und danach würden wir wieder zum Leben erweckt werden, und dann werden wir verbrannt und in die Luft zerstreut, dnd das würde man mit uns tausend tausend mal tun, werden wir dich nie verlassen O Imam, (hier sind wir) Labayka ya Hussain". Dieses Aussage sollte 14 Jh. später als Zuhair ibn Qains Aussage an Imam Chamenei wiedererweckt werden.

Als die Zeit des Mittagsgebet [salat-uz-zuhr] in Kerbela am Tage Aschura heranrückte, waren bereits die meisten Gefährten Imam Husains (a.) Märtyrer geworden. Zu der Zeit waren nur noch ungefähr fünfzehn Gefährten außer den etwa achtzehn Familienangehörigen des Imam übrig. Diese 33 standen auf, um das Mittagsgebet [salat-uz-zuhr] zu verrichten und Imam Husain (a.) stand vor ihnen, um das Gemeinschaftsritualgebet [salat-ul-dschami] zu leiten.

In diesem Augenblick fing der Feind an, Pfeile auf sie abzuschießen. Zwei Gefährten traten vor und flehten Imam Husain (a.) an, sich als Schutzschild vor ihn stellen zu dürfen. Sie bestanden darauf und letztendlich erteilte Imam Husain (a.) die Erlaubnis dazu.

Diese beiden mutigen Männer waren Zuhair Ibn Qain und Said ibn Abdullah. Sie verrichteten ihr Ritualgebet zuerst und als Imam Husain (a.) das Gemeinschaftsritualgebet begann, stellten sie sich vor ihn. Jedes Mal als ein Pfeil auf den Imam abgeschossen wurde, warfen sie ihren Körper nach vorn, um den Pfeil so abzufangen und den Imam davor zu bewahren.

Als das Gebet fertig war, hatten nach verschiedenen Überlieferungen achtunddreißig Pfeile Zuhair ibn Qain und zweiundfünfzig Said ibn Abdullah getroffen; andere Zahlen sind geringer. Es war der bloße Wille dem Imam und dem Islam zu dienen, der sie am Leben erhielt. Als Imam Husain (a.) den Abschlussgruß [salam] rezitierte, fielen diese beiden großen Helden Kerbelas.

Als Imam Husain (a.) zu ihnen ging, sprach er: "Meine Freunde, ihr habt euer Leben für etwas gelassen, was Allah am Liebsten ist, dem Ritualgebet!"


Bild: Zeichnung von Hadsch Hassan Esmailzadeh (20 Jh.) aus der Sammlung "Sajadeh-e-Noor", Iran

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