Abu Huraira

Abu Huraira

Ursache und Wirkung seiner Überlieferungen

Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi

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Abu Hurairas Tod und seine Erben

Abu Huraira traf der Tod in seiner Villa zu Abug. Der Leichnam wurde dann nach Medina geschafft, wo die Söhne des dritten Kalifen Uthman bin Affan den Sarg bis zum Friedhof Baqi trugen; damit ehrten sie die Dienste Abu Hurairas für ihren Vater. Das Begräbnisgebet verrichtete Walid bin Utba bin Abu Sufyan, der damals Gouverneur zu Medina war, da Marwan abgesetzt war. Walid sprach das Begräbnisgebet, nachdem er beim Nachmittagsgebet für das Volk Vorbeter war. Bei den Anwesenden waren Ibn Umar, Abu Said Chudri und ihresgleichen.

Walid schrieb dann an seinen Onkel, an den Kalifen Muawiya (in Damaskus), und informierte ihn über den Tod Abu Hurairas. Muawiya schrieb darauf zurück: „Finde seine Erben heraus und zahle ihnen zehntausend Dinare, kümmere dich um seine Freunde und Verwandten, und sei gut zu ihnen, denn Abu Huraira war bei den Helfern Uthmans und war in seinem Hause.“

Abu Hurairas Tod war im Jahre 57 nach der Hidschra (etwa 677 n. Chr.) oder gemäß anderer Auffassung im Jahre 58, oder nach einer weiteren Auffassung im Jahre 59. Sein Alter war dementsprechend ca. 78 Jahre

Unter seinen Erben sind bekannt sein Sohn Muharrir bin Abu Huraira und seine Tochter, zu der er zu sagen pflegte: „Sage (zu den Leuten), mein Vater erlaubte mir nicht, Goldschmuck zu tragen, da er die Flammen des Höllenfeuers fürchtet.“ Man weiß auch, dass Abu Huraira einen Enkel namens Na´im hatte. Na´im ist es, der behauptete, sein Großvater (Abu Huraira) hätte eine Gebetskette mit tausend Kugeln gehabt, und der Großvater ging erst dann zu Bett, wenn er mit Hilfe der Gebetskette tausend fromme Losungen gesprochen hatte.

Noch eine Geschichte erzählt von Muharrir: Jemand habe den Heiligen Propheten Muhammad (s.) gefragt: „Was rätst du mir, welches Geschäft ich betreiben sollte?“ Der Heilige Prophet sagte: „Du solltest mit Tuch handeln, denn es gefällt einem Tuchhändler, wenn die Leute schick und modern angezogen sind.“ Ibn Sa´d erwähnte Muharrir in seinem Buche Tabaqat und zeigte seine Abstammung vom Stamm der Dus. Muharrir starb während des Kalifats von Umar bin Abdul Aziz. Er galt als sehr wortkarg.

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