Die Axt

Die Axt (Balta)

Ayatollah Morteza Motahhari

Ein Kinderbuch mit Bildern. Übersetzt ins Türkische von: Islam Teblig Teskilati, 1989 n.Chr., Islamische Republik Iran, daraus übersetzt ins Deutsche von Islamischer Weg e.V. 1990 n.Chr.

Im Namen Gottes des Gnädigen, des Begnadenden

Zur Zeit des Propheten lebte ein armer Mann mit seiner Familie. Als er wieder eines Morgens trockenes Brot aß, dachte er nach. Er und seine Frau könnten ja die Armut ertragen, aber die Kinder? Bis zu diesem Tag hatten sie niemals jemanden um etwas gebeten. Jedoch wurde ihre Armut von Tag zu Tag schlimmer.

Die meisten aus dem Volk waren in dieser Zeit neu zum Islam übergetreten. Der Gesandte Allahs (s.) hatte nicht so viel Geld, um alle Aren zu unterstützen. Auch Dieser Arme Mann war einer der Gefährten des Gesandte Allahs. In diesen Tagen boten die Feinde des Islam jedem Muslim Hilfe an, unter der Bedingung, dass er den Islam aufgab. Aber das muslimische Volk nahm dieses Angebot nicht an.

So bleiben dem armen Mann zwei Möglichkeiten: Entweder würde er Hz. Muhammad, den Gesandten Allahs (s.) verlassen und sich unter die Ungläubigen einreihen, oder er würde Muslim bleiben.

Schließlich sprach er mit seiner Frau und entschied sich dafür, den Gesandten Allahs, Hz. Muhammad (s.), um Hilfe zu bitten.

Er verließ sein Haus und machte sich auf den Weg zur Moschee. Da er dies zum erstem Mal machte, war er sehr traurig. Aber die blassen, abgezehrten Gesichter seiner Kinder trieben ihn dazu. die Menschen, die Geld haben und nicht wissen, was sie damit anfangen sollen, denken sie denn nicht an die armen Leute, die gar nichts haben? Vielmehr häufen sie ihr Geld lieber noch mehr an. Übersehen denn die Reichen die Armen, wenn sie ihnen begegnen? Ob Allah wohl solche Leute liebt?

Der arme Mann verließ sein Haus. Nachdem er die Straßen eine nach der anderen überquert hatte, näherte er sich der Moschee. Aber in dem Augenblick, als er in die Moschee eintreten wollte, dran eine Stimme an sein Ohr: "Wir helfen jedem, der von uns Hilfe erbittet, jedoch wird Allah denjenigen helfen, die nichts von anderen erbetteln." Der Gesandte Allahs (s.) sprach zu dem Volk. Als der arme Mann diese Worte hörte, trat er nicht in die Moschee ein, sondern kehrte vor dem Moscheetor um und machte sich wieder auf den Heimweg.

Er fragte sich: "Was soll ich jetzt tun? Soll ich wieder Geduld haben?" Als der Mann nach Hause kam, sah er sich wieder seinen hungrigen Kindern gegenüber. Diesen Abend verbrachten sie mit ein wenig Essen. Die Gedanken, die er über die Lage seiner Frau und die seiner Kinder wälzte, ließen ihm auch am nächsten Tag keine Ruhe. Wie schlimm ist es doch für einen Mann, wenn er seine Familie nicht versorgen kann. Dies vergrößerte nur noch seine Not.

Als er nicht mehr ein- noch aus wusste, entschloss er sich, wiederum dem Gesandten Allahs (s.) seine Probleme mitzuteilen und ihn um Hilfe zu bitten. Deshalb machte er sich auf den Weg zu dem Ort, an dem sich der Prophet (a.) befand. Die Sonne schien heiß wie immer. Er beschleunigte seine Schritte, um an den Ort zu gelangen an dem sich der Prophet (s.) aufhielt. Dieses Mal drang eine vertraute Stimme an sein Ohr, noch bevor er das Tor der Moschee erreichte. Ja! Es war dieser Satz, den er gestern von der Stimmte des Propheten gehört hatte: "Wir helfen jedem, der von uns Hilfe erbittet, jedoch wird Allah denjenigen helfen, die nichts von anderen erbetteln.

Er stand regungslos. Auch diese Mal konnte er nicht mit dem Propheten sprechen und machte auf dem Absatz kehrt. Unterwegs dachte er nach: Als er nach Hause kam, war wiederum die Armut in seinem Hause zu Gast.

Zu Hause konnten er und seine Frau wieder zu keinem Ergebnis kommen. Schließlich kamen sie darin überein, dass er ein drittes Mal zu dem Propheten (s.) gehen und ihn dieses Mal bestimmt um Hilfe bitten würde. Aber wieder der gleiche Satz. "Was es auch sei, es muss in diesem Satz sein!", dachte er und sagte zu sich: "Ich werde mich nicht mehr auf die Hilfe anderer verlassen. Wenn ich etwas arbeiten würde, dann hilft mir Allah auch. Aber welche Arbeit kann ich verrichten?"

Es kam ihm in den Sinn, in die Wüste zu gehen, Holz zu hacken und es auf dem Markt zu verkaufen. Er lieh sich eine Axt aus und ging in die Wüste. Er hackte das Holz, der er gesammelt hatte und ging in die Stadt. Als er das Holz verkauft hatte und das Geld dafür einnahm, fielen ihm die Worte des Propheten (s.) ein. Er sagte sich: "Wir müssen uns bemühen, damit Allah uns hilft. Wie schön war es, dass ich über die Worte des Propheten nachgedacht und danach gehandelt habe. Wenn ich diese Arbeit nicht angenommen hätte, wäre ich jetzt ein Bettler."

Diese Arbeit tat er auch an den folgenden Tagen, und langsam kam er in die Lage, dass er sich eine Axt und andere Dinge kaufen konnte. Dadurch, dass er sich eine Axt und andere Dinge kaufen konnte. Dadurch, dass er seiner Arbeit weiterging, kehrte die Armut seinem Haus den Rücken.

Als der Gesandte Allahs (s.) ihn eines Tages sah, lächelte er und solgte folgende Worte: "Wir helfen jedem, der von uns Hilfe erbittet, jedoch wird Allah denjenigen helfen, die nichts von anderen erbetteln.

 

 

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