Buch der Rechtleitung
Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad]

Aussprache: kitaab-ul-irschaad
arabisch:
كتاب الارشاد
persisch:
كتاب الارشاد
englisch: Book of Guidance [kitab al irshad]

Hintergrundinformationen zum Buch siehe: Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad]

Leben des Fürsten der Gläubigen ‘Ali ibn Abi Talib

Der Fürst der Gläubigen und die Dschinn

Die Historiker (hamalat al-athar wa ruwat al-achbar) haben auch das Ereignis mit der Schlange berichtet, und das Wunderzeichen und die wundersame Natur darin gleicht dem Ereignis des Sprechens der Fische sowie dem des Absinkens des Wassers des Euphrat. Sie berichteten:

Der Fürst der Gläubigen predigte eines Tages auf der Kanzel (der Moschee) von Kufa, als eine Schlange neben der Kanzel erschien und hochzuklettern begann, bis sie sich dem Fürsten der Gläubigen (a.) genähert hatte. Die Leute zitterten vor Angst darüber, und sie hatten Sorge, was die Schlange vorhatte und waren bemüht, sie vom Fürsten der Gläubigen (a.) wegzutreiben. (Jedoch) er machte ihnen ein Zeichen, dass sie von ihr wegbleiben sollten. Als sie die erhöhte Stelle erreicht hatte, auf der der Fürst der Gläubigen (a.) stand, beugte er sich zur Schlange hinunter. Die Schlange streckte sich nach ihm hoch, so dass sie in sein Ohr hätte beißen können. Die Leute verstummten und waren verwirrt darüber, und es gab ein krächzendes Geräusch, das viele von ihnen hörten. Dann bewegte sie sich von ihrem Platz weg, und der Fürst der Gläubigen (a.) bewegte seine Lippen und es war, als ob die Schlange ihm zuhörte. Dann verschwand sie wie vom Erdboden verschluckt. Der Fürst der Gläubigen (a.) kehrte zu seiner Predigt zurück und beendete sie. Als er sie beendet hatte und herabgestiegen war, versammelten sich die Menschen um ihn und fragten ihn nach den Umständen um die Schlange und dem Wunder darin. Er sagte ihnen: „Es ist nicht so, wie ihr vermutet habt. Sie war einer der Richter der Dschinn, den eine Angelegenheit verwirrt hatte. Sie kam zu mir, um mich danach zu fragen, und ich informierte sie darüber. Sie betete um Gutes für mich und ging fort.“ [1]

Oft halten die Unwissenden unter den Menschen die Erscheinung von Dschinn in Gestalt von Tieren, die nicht sprechen können, für unmöglich. (Jedoch) war dieses wohlbekannt bei den Arabern vor der Berufung (des Propheten, s.) und danach, und Berichte der Leute des Islams darüber sprechen dafür. Das liegt auch nicht ferner als der Bericht, über den die Leute der Qibla[2] übereinstimmen über (die Erscheinung) Iblis´ vor den Menschen im Versammlungshaus (dar an-nadwa) in Gestalt eines alten Mannes von den Leuten des Nadschd sowie über seine Übereinkunft mit ihnen, gegen den Gesandten Allahs (s.) ein Komplott zu schmieden, und wie er den Götzendienern bei der Schlacht von Badr in Gestalt von Saraqa ibn Dschu´scham al-Mudlidschi erschien und sagte: „Keiner von den Menschen soll heute etwas wider euch vermögen, und ich bin eure Stütze.“

Allah, Der Erhabene, sagte: „Als dann aber die beiden Heerscharen einander ansichtig wurden, da wandte er sich rückwärts auf seinen Fersen und sprach: ‚Ich habe nichts mit euch zu schaffen; ich sehe, was ihr nicht seht. Ich fürchte Allah; und Allah ist streng im Strafen.’“[3]

Alle, die versuchen, in dem, was wir von diesen Zeichen erwähnten, Fehler zu finden, sagen darüber nichts anderes als die Ketzer und die (verschiedenen) Gruppen der Ungläubigen von den Gegnern der (islamischen) Nation. Sie suchen Fehler darin in der gleichen Art, wie sie auch bei den Wundern des Propheten (s.) Fehler gesucht haben. Jeder von ihnen bezieht sich auf die Einwände der Brahmanen und der Atheisten in den Zeichen der Gesandten (Allahs), Friede sei mit ihnen, und das Argument gegen sie ist die Dauerhaftigkeit des Prophetentums und die Richtigkeit der Wunder der Gesandten Allahs (a.).

[1] Ähnliches berichtete Al-Saffar in „Basa´ir al-Daradschat“: 117 / 7 ; Al-Mas´udi in „Ithbat al-Wasiyya“: 129; Ibn Schazan in „Al-Fadha´il“: 771; siehe auch “Ahqaq al-Haqq“: 8: 732; Ibn Hasnawiyya überlieferte in „Dar Bahr al-Manaqib al-Machtut“: 121, und Al -Qauschadschi in „Scharh al-Tadschrid al-´Aqa´id“: 370; und ´Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „Al- Bihar“: 39: 178 / 20.

[2] Mit „Leute der Gebetsrichtung“ sind die Muslime gemeint.

[3] Heiliger Qur´an: 8: 48

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