Familie el-Zubeir

Die Familie el-Zubeir

Aus dem Arabischen übertragen von Ferdinand Wüstenfeld

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Hamza ben Abdallah und Nachkommen

Hamza ben Abdallah wurde im J. 67 von seinem Vater an die Stelle seines Oheims Muc'ab als Statthalter nach Bacra geschickt, es zeigte sich aber bald, dass er seiner Aufgabe, das Ansehen seines Vaters dort aufrecht zu halten, nicht gewachsen war. Zudem erregte er den Unwillen der Grossen dadurch, dass er sie nicht genug mit Geschenken bedachte, wahrend er selbst sich auf alle Weise zu bereichern suchte. Der alte el-Ahnaf ben Keis, Anfuhrer des Corps der Banu Tamim, sah sich endlich noch kurz vor seinem Tode veranlasst, uber die Verhaltnisse in Bacra an Abdallah einen Bericht abzustatten und auf die Abberufung Hamza's und die Ruckkehr Mur/abs zu dringen. Unterdess stieg die Erbitterung gegen Hamza so sehr, dass er selbst daran dachte, die Stadt zu verlassen, man wollte ihn aber mit den zusammengebrachten Schatzen nicht ziehen lassen und Maiik ben Misma', Anfuhrer der Banu Bekr, schlug sein Zelt an der Brucke auf und liess ihm dann sagen, dass er abziehen und zu seinem Vater zuruckkehren mochte. Es gelang ihm jedoch unter dem Schutze des Obeidallah ben Abdallah ben el-Ata seine Beute in Sicherheit zu bringen, als er indess damit nach Medina kam und Jemand suchte, der sie ihm sicher aufbewahren sollte, fand sich nur ein einziger Mann dazu bereit; sein Vater aber, der dies erfuhr, meinte, dass er davon selber Gebrauch machen und damit die Banu Marwan an Freigebigkeit übertreffen könne, und nahm ihm das Geld ab. Es kann nicht lange nachher gewesen sein, dass der Dichter el-Farazdak bei ihm und seiner Mutter Chaula, einer Tochter des Mandhur ben Zabban, eine gastliche Aufnahme fand. Divan de Ferazdak par Boucher pag. f (9). Hamza hatte nicht den Muth, bei der Belagerung von Mekka an der Seite seines Vaters auszuhalten, er verliess mit seinem Bruder Chubeib die Stadt und ergab sich der Gnade der Omeijaden. Ihn el-Athtr Chron. IV. 230. 286. — Sein Sohn

Abbad ben Hamza hatte den sehr schonen Landsitz el-Athaba erworben, an dem gleichnamigen Teiche belegen in dem el-Baki' genannten Gebiete von Medina, mit weit ausgedehnten Palmenpflanzungen. Er machte daraus eine unverausserliche Familienbesitzung und es ist bekannt, dass

sein Enkel Jahja ben el-Zubeir ben Abbad, welcher noch erwahnt wird, dort seinen Wohnsitz hatte. Bekrt pag. 67, wo Z. 4 zu lesen ist & Jla ^s. Agani I. 21 ed. Kosegarten pag. 32.

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