Die Konsultation
Die Konsultation [al-muradschaat]

Aussprache: al muradscha-aat
arabisch: المرجعات
persisch:
englisch: consultation [muraja'at]

Bild: Titelbild der deutschen Übersetzung

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Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

Die 48. Konsultation – Vierzig Überlieferungen zum Thema

8. Muharram 1330 (29.12.1911)

Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade ALLAHs und Seine Barmherzigkeit.

Mögest Du Dich mit den folgenden vierzig Überlieferungen begnügen; sie enthalten die überlieferten Handlungen und Aussagen des Propheten (s.), welche die (bisherigen) Textbelege eindeutig bestätigen.

1. Als der Gesandte Allahs (s.) einst Alis Oberarm hochhielt, sagte er: „Dies ist der Imam der Frommen und der Vernichter von jenen, die ein sündiges Leben führen. Wer ihm beisteht, bekommt von ALLAH den Sieg verliehen, wer ihn jedoch verlässt, erleidet Misserfolg.“ Hierbei erhob er seine Stimme.

Diese Überlieferung wurde nach einem Bericht von Dschabir auf Seite 129 des dritten Kapitels im "Sahih al-Mustadrak" von al-Hakim veröffentlicht. Dieser hat gesagt: „Obwohl die Überlieferungskette [isnad] einwandfrei ist, haben die beiden sie nicht veröffentlicht.“

2. Er (s.) sprach: „Drei Dinge offenbarte mir ALLAH in Bezug auf Ali; nämlich, dass er der Herr [sayyid] der Muslime, der Imam der Gottesehrfürchtigen und der Anführer der Einzigartigen ist.“

Diese Überlieferung wurde von al-Hakim am Anfang von Seite 138 im dritten Kapitel seines "al-Mustadrak" veröffentlicht. Er erklärte hierzu: „Obwohl die Überlieferungskette [isnad] einwandfrei ist, haben die beiden sie nicht veröffentlicht.“

3. Er (s.) sprach: ALLAH offenbarte mir, dass Ali der Herr der Muslime ist, der Gebieter [wali] der Gottesehrfürchtigen und der Anführer der Einzigartigen.“

Ibn al-Nadschar und andere mit der Sunna betraute Autoritäten haben dies veröffentlicht.

4. Er (s.) sprach Folgendes zu Ali: „Sei willkommen Herr der Muslime und Imam der Gottesehrfürchtigen.“

Dies wurde von Abu Abu Naim  in seinem Buch "Hilya al-Auliya" veröffentlicht.

5. Er (s.) sprach: „Der erste, der durch dieses Tor hineinkommt, ist der Imam der Gottesehrfürchtigen, Herr der Muslime, Oberhaupt der Religion, Siegel der Bevollmächtigten und Anführer der Einzigartigen.“ Als dann Ali hereinkam, stand der Prophet lächelnd auf und umarmte ihn. Er wischte ihm den Schweiß von der Stirn und sprach zu ihm: „Du wirst an meiner Stelle die Mission erfüllen, Du wirst sie meine Stimme hören lassen und Du wirst ihnen das erklären, worüber sie nach meinem Ableben in Streit geraten werden.“

6. Er (s.) sprach: ALLAH hat mir anvertraut, dass Ali das Banner der rechten Führung ist, der Imam meiner Freunde [auliya], und das Licht  jener, die sich meinem Willen fügen. Er ist das Wort, das ich den Gottesehrfürchtigen als Pflicht auferlegte“

Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.

Du siehst, dass diese sechs Überlieferungen als eindeutige Textbelege angesehen werden können und zwar sowohl für sein Imamat als auch für die Notwendigkeit ihm (a.) zu gehorchen.

7. Der Prophet (s.) deutete mit seiner Hand auf Ali und sprach: "Dieser ist der erste, der mir glaubte und der erste, der mir am Tag der Auferstehung seine Hände reichen wird. Er ist der große Freund und derjenige, der in dieser Gemeinschaft die Wahrheit von der Lüge unterscheidet. Er trennt zwischen wahr und falsch und er ist das Oberhaupt der Gläubigen."

Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.

8. Er (s.) sagte: "Oh ihr Helfer [ansar]! Ich werde euch einen Mann vorstellen! Wenn ihr euch an ihn haltet, werdet ihr niemals in die Irre gehen. Es ist Ali. Liebt ihn, wie ihr mich liebt und erweist ihm dieselbe Ehre, die ihr mir erweist. Denn Gabriel hat mir im Namen ALLAHs, des Allmächtigen und Erhabenen, befohlen, was ich euch verkündet habe."

9. Er (s.) sagte: "Ich bin die Stadt des Wissens und Ali ist das Tor dazu. Wer nach dem Wissen strebt, hat durch das Tor zu gehen."

10. Er (s.) sagte: "Ich bin das Haus der Weisheit und Ali ist sein Tor."

11. Er (s.) sagte: "Ali ist die Pforte zu meinem Wissen und er wird nach meinem Ableben meiner Gemeinschaft all das verdeutlichen, was mir übertragen worden ist. Wer ihn liebt, ist voll des Glaubens, wer ihn jedoch hasst, der ist ein Heuchler."

Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.

12. Er (s.) sprach Folgendes zu Ali: "Du wirst meiner Ummah das erklären, worüber sie nach meinem Ableben in Streit geraten wird."

Diese Überlieferung veröffentlichte al-Hakim nach einem Bericht von Anas auf Seite 122 im dritten Kapitel seines "al-Mustadrak". Er sagte zu ihr: "Obwohl diese Überlieferung gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs einwandfrei ist, haben sie diese nicht veröffentlicht."

Ich behaupte: Wer mit Klugheit über diese Überlieferung und ihresgleichen nachsinnt, der weiß, dass Ali gegenüber dem Gesandten Allahs den Rang einnimmt, den der Gesandte gegenüber ALLAH, dem Erhabenen selbst einnimmt. Denn ALLAH, gepriesen sei Er, sagt zu Seinem Propheten:

„Und Wir haben die Schrift nur auf dich herabgesandt, damit du ihnen klarmachst, worin sie uneinig sind, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.“ (Heiliger Qur'an 16:64)

Und der Gesandte Allahs sprach zu Ali: „Du wirst meiner Gemeinschaft das erklären, worüber sie nach meinem Ableben in Streit geraten wird.“

13. Er (s.) sagte: Ali hat mir gegenüber den Rang inne, den ich gegenüber Meinem Herrn einnehme.“

Diese Überlieferung wurde von Ibn al-Samak nach Abu Bakr als verlässliche Überlieferung veröffentlicht.

14. Er (s.) sagte: Ali bin Abi Talib ist die Pforte der Sündenvergebung. Wer durch sie eintritt, ist ein Gläubiger, wer sich jedoch von ihr entfernt, ist ein Glaubensgegner“. Diese Überlieferung wurde von al-Daraqutni nach Ibn Abbas als verlässliche Überlieferung in seinem Buch "al-Afrad" veröffentlicht.

15. Während der Abschiedspilgerfahrt sagte er bei Arafat: Ali gehört zu mir ich gehöre zu Ali. Niemand außer mir und Ali wird meine Mission erfüllen können.“

„Das ist die Rede eines edlen Gesandten, der Kraft besitzt und beim Herrn des Thrones hochgestellt ist, dem man gehorcht und der treu ist. Euer Gefährte ist kein Besessener.“ (Heiliger Qur'an 81:19-21)

„ ... und er redet nicht aus eigener Neigung. Er ist nichts anderes als eine Offenbarung, die offenbart wurde.“ (Heiliger Qur'an 53:3)

Welcher Ansicht seid Ihr nun? Was habt Ihr jetzt zu diesen einwandfreien Überlieferungen des Propheten zu diesen eindeutigen Belegen zu vermerken? Wenn Du diese Gelübde eine Weile lang betrachtet hast und tief genug in jene Weisheit eingedrungen bist, durch welche diese Worte während der größten Pilgerfahrt vor aller Welt verkündet worden sind, so wird sich Dir die wirkliche Bedeutung auf noch offenkundigere Weise zeigen. Und wenn Du Dein Augenmerk zum einem auf die knappe Ausdrucksweise richtest und zum anderen der ausdrucksstarken und beweiskräftigeren Bedeutung gewahr werden kannst, so wirst Du voll Bewunderung für diese Überlieferungen sein. Sie sind umfassend, allgemeingültig und leuchten den Sachverhalt bis zuletzt aus. Daher war die Befähigung, jede nur denkbare Aufgabe zu bewältigen, keinem anderen außer Ali vorbehalten und es ist somit kaum verwunderlich, dass niemand außer dem Bevollmächtigten des Propheten dessen Mission erfüllen und niemand außer seinem Nachfolger und Gebieter [wali] an dessen Stelle treten konnte.

ALLAH sei gelobt, der uns den rechten Weg gezeigt hat. Ohne seine Hilfe hätten wir ihn nicht gefunden.

16. Der Prophet (s.) sagte: „Wer mir gehorcht, der hat damit bereits ALLAH gehorcht und wer sich mir widersetzt, der hat sich damit bereits ALLAH widersetzt. Wer Ali gehorcht, der hat damit bereits mir gehorcht und wer sich Ali widersetzt, der hat sich damit bereits mir widersetzt.“

Diese Überlieferung wurde von al-Hakim auf Seite 121 im dritten Kapitel seines "Al Mustadrak" veröffentlicht. Ebenso von al-Dhahabi auf jener Seite seiner Zusammenfassung. Beide haben die Authentizität der Überlieferung gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs (Sahih Buchari und Sahih Muslim) bestätigt.

17. Er (s.) sagte: „O Ali, wer mich verlässt, der hat damit bereits ALLAH verlassen und wer Dich verlässt, hat damit bereits mich verlassen.“

Dies wurde von al-Hakim auf Seite 124 im dritten Kapitel seines "Sahih-ul-Mustadrak" veröffentlicht, wo er sagte: „Obwohl die Überlieferungskette [isnad] einwandfrei ist, haben es beide nicht veröffentlicht.“

18. Nach einer Überlieferung von Umm Salama sagte er (s.): „Wer Ali verflucht, hat damit bereits mich verflucht.“

Diese Überlieferung erschien bei al-Hakim zu Beginn von Seite 121 im dritten Kapitel seines "Sahih-ul-Mustadrak". Ihre Richtigkeit gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs hat er bestätigt. Außerdem wurde sie im der Zusammenfassung von al-Dhahabi veröffentlicht, der dort ebenfalls ihre Richtigkeit bestätigt hat.

Weiterhin ist sie – und zwar ebenso als Überlieferung nach Umm Salama – bei Ahmad ibn Hanbal auf Seite 323 im sechsten Kapitel seines "Musnad" bei al-Nasai auf Seite 17 des Kapitels "al-Chasa´is al-Alawiyya" und bei noch anderen Bewahrern der Tradition zu finden.

Etwas Ähnliches hat der Gesandte Allahs (s.) nach einer Überlieferung von Amru ibn Schas gesagt: „Wer Ali Unrecht tut, hat damit bereits mir Unrecht getan.“

19. Er (s.) sagte: „Wer Ali liebt, liebt damit bereits mich und wer Ali hasst, der hasst damit bereits mich.“

Diese Überlieferung veröffentlichte al-Hakim auf Seite 130 im dritten Kapitel seines "Sahih-ul-Mustadrak", wo er auch ihre Richtigkeit gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs bestätigte. Auch al-Dhahabi hat sie in seiner Zusammenfassung bekanntgegeben und ihre Richtigkeit ebenfalls bestätigt.

Etwas ähnliches hat Ali gesagt: „.... der den Menschen erschaffen hat! Das ist das Versprechen des Ummi Propheten (s.). ‚Nur der Gläubige liebt mich und nur der Heuchler ist von Hass gegen mich erfüllt.’“

20. Er (s.) sagte: „Oh Ali, Du bist der Herr [sayyid] im Diesseits und im Jenseits. Dein Geliebter ist auch mein Geliebter und mein Geliebter ist auch der Geliebte ALLAHs. Dein Feind ist auch mein Feind und mein Feind ist auch der Feind ALLAHs. Wehe dem, der nach meinem Ableben von Hass gegen Dich erfüllt ist!“

Diese Überlieferung veröffentlichte al-Hakim zu Beginn der Seite 128 im dritten Kapitel seines "Sahih-ul-Mustadrak", wo er auch ihre Richtigkeit gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs bestätigte.

21. Er (s.) sagte: „O Ali! Dem, der Dich liebt, und dir Glauben schenkt, wird Seligkeit zuteil, aber wehe dem, der von Hass gegen Dich erfüllt ist und Dich für einen Lügner hält.“

Dies wurde von al-Hakim auf Seite 135 im dritten Kapitel seines "Sahih-ul-Mustadrak" veröffentlicht, wo er sagte: „Obwohl diese Überlieferung eine einwandfreie Überlieferungskette besitzt, haben die beiden sie nicht veröffentlicht.“

22. Er (s.) sagte: „Wer sein Leben so wie mein Leben führen und auch so wie ich sterben will, wer einst in dem mir von meinem Herrn versprochenen Paradiese [dschanna] wohnen will, der sollte Ali bin Abi Talib als Gebieter [wali] anerkennen, denn dieser wird euch nicht vom rechten Wege abkommen lassen und in die Irre führen.“

23. Er (s.) sagte: „Jedem, der mir glaubt und Vertrauen schenkt, lege ich ans Herz, Ali bin Abi Talib als Gebieter [wali] anzuerkennen. Wer dies tut, hat damit bereits mich als Gebieter [wali] anerkannt, und wer mich als Gebieter [wali] anerkennt, hat dies damit bereits auch gegenüber ALLAH getan. Wer ihn liebt, liebt damit bereits mich und wer mich liebt, liebt damit bereits ALLAH, wer aber ihn hasst, ist damit bereits voll des Hasses gegen mich und wer mich hasst, ist voll des Hasses gegen ALLAH, den Allmächtigen und Erhabenen.“

24. Er (s.) sagte: „Wer sein Leben so wie mein Leben führen und auch so wie ich sterben will, wer einst in dem von meinem Herrn bepflanzten Paradiesgarten wohnen will, der sollte nach meinem Ableben Ali als Gebieter [wali] anerkennen und ihm ein guter Freund sein. Nach meinem Ableben soll er auch den Angehörigen meines Hauses nacheifern. Denn sie sind von meiner Familie und wurden aus dem gleichen Stoff (wie ich) geschaffen. Von mir erbten sie Verstand und Wissen. Wehe denjenigen, die ihren Verdienst in meiner Gemeinschaft leugnen und die Verwandtschaft zu ihnen nicht kennen wollen! Auf dass ALLAH ihnen meine Fürsprache verweigere!“

25. Er (s.) sagte: „Wer es liebt, sein Leben so zu führen wie ich und wer auch so wie ich sterben will, wer einst in dem mir von meinem Herrn versprochenen Paradies, nämlich im Garten der Ewigkeit wohnen will, der soll Ali und nach seinem Ableben seine Nachkommenschaft als Gebieter [wali] anerkennen, denn sie werden euch nicht vom rechten Wege abkommen lassen und in die Irre führen.“

26. Er (s.) sagte: „Oh Ammar, wenn Du einmal siehst, dass Ali einem ganz bestimmten Flussbett folgt, die Leute aber einem anderen, dann schließe Dich Ali an und lass die Leute gehen, denn er wird Dich nicht in das Verderben führen und vom rechten Wege abkommen lassen.“

27. Nach einer Überlieferung von Abu Bakr sagte er (s.): „Meine Hand und die Hand von Ali sind identisch in der Verbreitung von Gerechtigkeit.

28. Der Prophet (s.) sagte: „Oh Fatima, bist Du damit zufrieden, dass ALLAH, der Allmächtige und Erhabene, nachdem er die Menschen auf der Erde betrachtet hatte, zwei Männer erwählt hat, nämlich zum einen Deinen Vater und zum anderen Deinen Ehemann?“

29. Er (s.) sagte: „Ich bin der Warner und Ali führt auf den rechten Weg. Durch Dich, oh Ali, werden nach meinem Ableben die Rechtgeleiteten auf den geraden Weg geführt.“

30. Er (s.) sagte: „Oh Ali, im Dschanaba-Zustand darf sich niemand in der Moschee niederlassen außer mir und Dir.“

Nach einer ähnlichen Überlieferung von al-Tabarani nach Umm Salama, al-Bazar und Sad hat der Gesandte Allahs (s.) gesagt: „Niemand darf sich im Dschanaba-Zustand in dieser Moschee niederlassen außer mir und Ali.“

31. Er (s.) sagte: „Ich und dieser, nämlich Ali, werden am jüngsten Tag Beweis für meine Gemeinschaft sein.“

Diese Überlieferung hat al-Hatib nach dem Bericht von Anas veröffentlicht.

Wie sollte der Vater von Hasan denn auch Autorität wie der Prophet sein, wenn er nach dessen Ableben nicht Befehlshaber und Gebieter nach ihm wäre?

32. Er (s.) sagte: „An der Pforte des Paradieses steht geschrieben: Es gibt keinen Gott außer ALLAH, Muhammad ist der Gesandte ALLAHS und Ali ist der Bruder des Gesandten ALLAHS.“

33. Er (s.) sagte: „Am Fuße des himmlischen Thrones steht geschrieben: Es gibt keinen Gott außer ALLAH, Muhammad ist der Gesandte ALLAHS. Ich verlieh ihm Kraft mit Ali und mit Ali ließ ich ihn siegreich sein.“

34. Er (s.) sagte: „Wer sich befassen will mit der Entschlossenheit von Noah, mit dem Wissen von Adam, mit der Duldsamkeit von Abraham, mit der Klugheit von Moses und mit der Anspruchslosigkeit von Jesus, der sollte Ali bin Abi Talib betrachten.“

Diese Überlieferung wurde von al-Baihaqi in seinem "Sahih", und von Imam Ahmad ibn Hanbal in seinen "Musnad" veröffentlicht.

35. Er (s.) sagte: „Oh Ali, wie sehr gleichst Du doch Jesus, den Juden so hassten, dass sie gar seine Mutter (Maria (a.)) verleumdeten und den Christen so liebten, dass sie ihm gar einen Rang zuerkannten, der ihm nicht zustand.“

36. Er (s.) sagte: „Dreimal schloss sich jemand unumwunden einem Propheten: Josua war der erste, der sich Moses zuwandte, Sahib Yasin war der erste, der sich Jesus zuwandte und Ali war der erste, der sich Muhammad zuwandte.“

37. Er (s.) sagte: „Es gab drei Wahrheitsliebende: Habib al-Nadschar, ein Gläubiger aus der Familie von Yasin, der gesagt hatte: ‚Oh ihr Leute, folgt den Gesandten!’ (Heiliger Qur'an 36:20), Hesekiel, ein Gläubiger aus der Familie des Pharaos, wobei der Pharao gesagt hatte: ‚Tötet jeden Mann, der sagt: ‚ALLAH ist mein Gebieter!' und Ali bin Abi Talib, welcher der vorzüglichste unter ihnen ist.“

38. Der Gesandte Allahs (s.) sagte zu Ali: „Nach meinem Ableben wird die Gemeinschaft Dich verraten. Du lebst meinen Glauben und wirst trotz meiner Sunna getötet werden. Wer Dich liebt, liebt mich und wer gegen Dich von Hass erfüllt ist, ist es auch gegen mich. Dein Bart wird sich dereinst mit dem Blute deines Kopfes röten.“

Und Ali soll gesagt haben: „Vom Propheten ist mir anvertraut worden, dass die Gemeinschaft mich nach seinem Ableben verraten wird.“ Und nach Ibn Abbas sagte der Gesandte Allahs (s.) zu Ali: „Nach meinem Ableben wirst Du in Bedrängnis geraten.“ Hierauf fragte dieser: „Wird mein Glaube tadellos bleiben?“„Es ist wegen Deines tadellosen Glaubens, antwortete der Gesandte Allahs.

39. Er (s.) sagte: „Es ist einer unter euch, der für die Bewahrung des Qur'ans kämpfen wird, so wie ich für seine Herabsendung gekämpft habe.“ Da schauten sich die Leute an und Abu Bakr, der zugegen war, fragte, ob er es sei. Der Prophet aber verneinte dies. Umar, der ebenfalls anwesend war, stellte dieselbe Frage, die der Prophet wiederum verneinte. Schließlich sagte er: „Es ist derjenige dort, der seine Sandalen flickt“ und meinte damit Ali.

Abu Said al-Chudri bemerkte hierzu: „So gingen wir denn zu Ali und überbrachten ihm die gute Nachricht. Er aber hob seinen Kopf nicht (von der Arbeit), als hätte er die Worte des Gesandte Allahs (s.) nicht vernommen“

Eine ähnliche Überlieferung – und zwar aus der Zeit, in der Umar Kalif war – gibt es von Abu Ayyub Ansari, nach welcher der Gesandte Allahs (s.) Ali einst befohlen hat, gegen die Treulosen, Ungerechten und Abtrünnigen zu kämpfen.

Eine weitere Überlieferung stammt von Ammar ibn Jasir, nach welcher der Gesandte Allahs (s.) einst gesagt hat: Ali, die Frevler werden Dich bekämpfen, aber Du wirst Dich an die Wahrheit halten. Wer Dir zu der Zeit keinen Beistand leistet, der gehört auch nicht zu mir.“

Nach einer Überlieferung von Abu Dharr sagte der Gesandte Allahs (s.): „Ich schwöre bei ALLAH, in dessen Obhut meine Seele ist, es gibt unter euch einen Mann, der nach meinem Ableben für die (korrekte) Auslegung des Qur'ans kämpfen wird, so wie ich wegen seiner Herabsendung gegen Götzendiener gekämpft habe.“

Und gemäß einer Überlieferung von Muhammad ibn Ubaidullah ibn Abu Rafi nach seinem Vater und seinem Großvater Abu Rafi sagte der Gesandte Allahs: „Oh Abu Rafi, nach meinem Ableben wird eine Gruppe von Menschen Ali bekämpfen. Um der Pflicht ALLAHs zu genügen, muss Krieg gegen sie geführt werden. Wer seine Hand nicht gegen sie im Kampfe heben kann, der nutze seine Zunge und wer auch dies nicht kann, der nutze sein Herz.“

Nach einer Überlieferung von al-Achdar al-Ansari sagte der Gesandte Allahs: „Ich verteidige die Herabsendung des Qur'ans und seine (korrekte) Auslegung wird Ali verteidigen.“

40. Er (s.) sagte: „Oh Ali, ich unterscheide mich von Dir durch mein Prophetentum, denn nach meinem Ableben wird es keinen Propheten mehr geben. Du unterscheidest Dich von den (übrigen) Menschen durch sieben (außergewöhnliche) Eigenschaften: Du bist der Erste unter ihnen in Deinem Glauben an ALLAH, der Loyalste in Deiner Verpflichtung gegenüber ALLAH, der Eifrigste in (allen) Angelegenheiten ALLAHs und in gleicher Weise auch der Gerechteste, der Redlichste bei den Untertanen, der Verständnisvollste bei (allen) Problemen und der Herausragendste bei ALLAH.“

Nach Abu Said al-Chudri sagte der Gesandte Allahs (s.): „Oh Ali,, Du vereinst in Dir sieben (außergewöhnliche) Eigenschaften: Du bist der Erste der Gottgläubigen, der Loyalste in Deiner Verpflichtung gegenüber ALLAH, der Eifrigste in (allen) Angelegenheiten ALLAHs, der Gütigste bei den Untertanen, der Erfahrenste bei (allen) Problemen und der Herausragendste.“

Hier ist nicht der Raum, um noch weitere von diesen, sich gegenseitig unterstützenden und bestätigenden Überlieferungen genauer abzuhandeln. Jede von ihnen führt aber letztlich zu einer einzigen Bedeutung, dass nämlich in dieser Gemeinschaft Ali im Range gleich nach dem Propheten (s.) kommt, und dass Ali nach dem Ableben des Propheten die Führung über diese Gemeinschaft obliegt, ganz so, wie sie ihm (s.) zugeteilt gewesen war. Bei den in ununterbrochener Folge überlieferten Überlieferungen ist dies die vorrangige Bedeutung, auch wenn sie nicht immer, ihrem Wortlaut nach, erkennbar war. Wie bemerkenswert ist doch dieses weitreichende Beweismittel!

Der Friede sei mit Dir.

Weiter zur 49. Konsultation – Eigenschaften oder Berufung.

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