Divan der persischen Poesie
Divan der persischen Poesie

Blütenlese aus der persischen Poesie, mit einer litterarhistorischen Einleitung, biographischen Notizen und erläuternden Anmerkungen.

Herausgegeben von Julius Hart.

1887 n.Chr.

Inhaltsverzeichnis

Divan der persischen Poesie

Abu Ishak

aus Schiras, »der Dichter der Leckermäuler, der nur Speisen und gute Bissen besang, und dessen Werke der Codex der persischen Gastronomie sind.« Eine charakteristische Erscheinung für seine Zeit. Er lebte am Hofe des Prinzen Alexander Ben Omar, Scheich Behadir, der ihn gern an seine Tafel zog.

Die Warnung

Gewarnt hab' ich mein Herz, nicht wiederum zu lieben,
Da seine Sehnsucht ihm so schlecht belohnet wurde.
Da gab's zur Antwort: Fürchte nichts von mir, seitdem
Dem Trugnetz der Liebe ich entgangen bin.

Doch kaum ergeht ein neuer Ruf zur Liebeslust,
So folgt horchend und gehorchend ihm die Brust.
Also der Docht, noch glimmend, wenn das Zündholz winkt,
Alsbald noch freudig hin in seine Flamme sinkt.

Ph. Wolf.

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