Die Weisheiten des Befehlshabers der Gläubigen (a.) 246-250
246. Und er (a.) sagte:
Seid auf
der Hut vor dem Davonfliehen der Segnungen (indem ihr die
Verpflichtung Allah gegenüber dafür nicht erfüllt), denn nicht
alles Flüchtige kommt zurück.
247. Und er (a.) sagte:
Der
Edelmut ist mehr dazu angetan, Sympathie zu gewinnen, als die
Verwandtschaftsbande.
Erläuterung
Gemeint ist hier, dass der Edelmütige eher durch seinen
Edelmut zu Güte geneigt ist, als es der Verwandte durch seinen
Verwandtschaftsgrad ist. Und der Islam lehrt, dass die Bande
des Geistes höher stehen als die Bande des Blutes.
248. Und er (a.) sagte:
Bestätige
die Vermutung dessen, der Gutes von dir vermutet.
249. Und er (a.) sagte:
Die beste
Tat ist die, zu der du dein Ego zwingen musst.
250. Und er (a.) sagte:
Ich habe
Allah erkannt durch Annullierung der Entschlüsse, Lösung der
Gelöbnisse und Bruch der Bestrebungen.
Erläuterung
Die Annullierung der Entschlüsse und Bruch der Bestrebungen
kann insofern die Existenz Allahs beweisen, dass, wenn
beispielsweise jemand den Entschluss fasst, etwas zu tun, doch
bevor er seinen Entschluss in die Tat umsetzen kann, dieser
sich ändert und ein anderer Gedanke seinen Platz einnimmt.
Diese Änderung von Ideen und Entschlüssen und das Auftauchen
von Änderung darin ist ein Beweis, dass es eine höhere
kontrollierende Macht über uns gibt, die die Fähigkeit
besitzt, sie von der Nicht-Existenz in die Existenz zu bringen
und wiederum von der Existenz in die Nichtexistenz, und das
ist jenseits der menschlichen Macht. Deswegen ist es
notwendig, eine übergeordnete Macht anzuerkennen, deren
Auswirkungen Entschlüsse abändern können.
In einer anderen Deutung wird aber auch darauf hingewiesen,
dass ein geheiligter Mensch durch jede Handlung Allah erkennt,
sei sie gut oder böse. Im Guten sieht er das Wirken Allahs und
im Bösen den Versucht zur Bedeckung der Wirkung Allahs.