Die Weisheiten des Befehlshabers der Gläubigen (a.) 71-75
71. Und er (a.) sagte:
Mit der
Vervollkommnung des Verstandes vermindert sich das Sprechen.
72. Und er (a.) sagte:
Die Zeit
verschleißt die Körper, erneuert Hoffnungen, bringt dem Tod
näher und entfernt von den Wünschen (sie zu erreichen). Wer
darin erfolgreich ist, erleidet Qual, und wer (ihre Vorteile)
nicht schafft zu nutzen, ermüdet.
73. Und er (a.) sagte:
Wer sich
zu der Stellung eines Imams für die Menschen erhebt, sollte
zuerst sein Ego lehren, bevor er andere lehrt, und seine
Erziehung sollte zuerst mit seinem eigenen Verhalten erfolgen,
bevor er mit seiner Zunge erzieht. Wer sein (eigenes) Ego
lehrt und es bildet, ist berechtigter, geehrt zu werden als
jemand, der die Menschen lehrt und bildet.
74. Und er (a.) sagte:
Der Atem
des Menschen ist ein Schritt auf seinen Tod zu.
Erläuterung
Jeder Schritt bedingt den anderen, und schrittweise nähert
man sich dem Ziel. Und genauso dient jeder Atemzug des Lebens
als eine Totenglocke für den vorhergegangenen und bringt das
Leben in Richtung Tod, so als ob der Atem, dessen Regung als
Zeichen des Lebens gesehen wird, in Wirklichkeit ein Zeichen
des Vergehens eines Moments des Lebens und ein Mittel ist,
sich dem Ziel des Todes zu nähern, denn jeder Atemzug ist der
Tod des vorangegangenen, und das Leben ist der Name für eben
diese todbringenden Atemzüge.
75. Und er (a.) sagte:
Jedes
zählbare Ding ist zur Zerstörung verurteilt, und alles
Befürchtete tritt ein.