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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Georges Ibrahim Abdullah (oder Abdallah) ist ein libanesischer
kommunistischer Aktivist, der von 1984 bis 2025 in Frankreich
inhaftiert war.
Er gilt als einer der am längsten inhaftierten politischen
Gefangenen Europas. In arabischsprachigen und linken Kreisen
wird er oft als Widerstandskämpfer gegen Imperialismus und
Zionismus gesehen, während ihn die Staaten der
Westlichen Welt als verurteilten Terroristen betrachten.
Georges Ibrahim Abdallah (جورج إبراهيم
عبد الله) ist 1951 n.Chr. in Kobayat, Nordlibanon
geboren. Er wurde als marxistisch-leninistisch er
Widerstandskämpfer gegen die imperialistische Besatzung des
Libanon berühmt. Georges Abdallah war Mitglied der
Libanesischen Kommunistischen Partei und später Mitbegründer
der FARL (Factions armées révolutionnaires libanaises). Die
FARL war eine kommunistisch ausgerichtete,
antiimperialistische militante Gruppe, die in den 1980er
Jahren in Frankreich Anschläge verübte, darunter:
Die FARL bezeichnete diese Taten als Vergeltung für die
israelische Invasion im
Libanon (1982) und die Unterstützung des Libanonkriegs
durch westliche Staaten.
Im Jahr 1984 weilte er unter falscher Identität in Lyon in
Frankreich, flog aber auf. Er wurde 1987 zu lebenslanger Haft
wegen Beteiligung an terroristischen Morden verurteilt. Ab
1999 hätte Georges Abdallah theoretisch von der Haft entlassen
werden können, da er alle rechtlichen Bedingungen erfüllt
hatte. Mehrere Gerichte befürworteten seine Entlassung, aber
Frankreichs Regierung (unter politischem Druck, besonders aus
den USA und Israel) verhinderte seine Freilassung. Der
Innenminister verweigerte mehrfach die Ausweisungsverfügung in
den Libanon, die für seine Freilassung notwendig gewesen wäre.
Im Libanon wird er als Widerstandsheld gegen Besatzung und
Imperialismus verehrt. Frankreich hat sich auf
Staatsinteressen und internationale Beziehungen berufen, um
ihn weiter festzuhalten. Er saß im Gefängnis Lannemezan in
Südfrankreich.
Sein Fall steht exemplarisch für die Spannungen zwischen
nationalem Recht, politischem Druck und Fragen von Widerstand,
Imperialismus und politischer Gewalt.
Am 17. Juli 2025 ordnete ein Berufungsgericht in Paris die
bedingte Freilassung von Abdullah an mit der Auflage,
Frankreich dauerhaft zu verlassen. Die Entscheidung basierte
unter anderem darauf, dass er laut Gericht kein
ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko mehr darstelle und seine
Haftdauer über 40 Jahre "diskriminierend lang" gewesen sei.
Am Freitag, 25. Juli 2025, wurde Abdullah ausgeflogen. Er
landete in Beirut, wo er von Unterstützern mit Fahnen und
Jubel empfangen wurde. Dort bezeichnete er sich weiterhin als
kommunistischen Kämpfer, bestärkte seinen Einsatz für die
palästinensische Sache und rief zur Widerstandsbewegung auf.
Seine ersten Worte im Libanon waren: "Gegrüßt sei die Dahye,
gegrüßt seien die heiligen Märtyrer, gegrüßt sei der
Widerstand, gegrüßt sei der Märtyrergeneral. Die
palästinensische Angelegenheit ist die wahre Freiheit."
Dahye bezeichnet die Süd-Vorstadt von Beirut, die als Zentrum
des Widerstandes gegen Israel gilt.