Abu Ubaid
Abu Ubaid al-Qasim ibn Sallam

Aussprache: abu ubayd al-qaasim ibn sallam
arabisch:
أبو عبيد القاسم بن سلام
persisch:
أبو عبيد القاسم بن سلام
englisch: Abu Ubayd Qasim

154 - 224 n.d.H.
770 - 838 n.Chr.

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Mit dem Kurznamen Abu Ubaid [أبو عبيد] ist in klassisch-islamischen Quellen fast immer der Gelehrte [faqih] Abu Ubaid al-Qāsim ibn Sallām gemeint.

Er war eine der Autoritäten der frühen islamischen Wissenschaften. Sein vollständiger Name lautet: Abu Ubaid al-Qasim ibn Sallam al-Harawi [أبو عبيد القاسم بن سلام الهروي]. er ist ca. 154 n.d.H. (770 n. Chr.) in Herat geboren und 224 n.d.H. (838 n. Chr.) in Mekka gestorben. Somit lebte er in der frühen Zeit der Abbasiden.

Abu Ubaid gilt als ein Universalgelehrter der Frühzeit. Er war Hadith-Gelehrter, Rechtsgelehrter (Fiqh), Quran-Exeget, Philologe, Lexikograph und Kenner der arabischen Stammes- und Sprachtradition.

Er gehört zur Generation, die Überlieferungen [hadith], Sprache und Recht systematisierte, bevor sich starre Rechtsschulen verfestigten.

Zu seinen bedeutende Werken zählen:

bullet„Die ungewöhnlichen (schwierigen) Ausdrücke der Hadithe“: Gharīb al-Hadīth [غريب الحديث]: Erklärung schwieriger, altertümlicher Ausdrücke in Überlieferungen [hadith], was extrem wichtig für Sprach- und Bedeutungsanalyse war. Er zitiert häufig Hudhayl-Araber als sprachliche Autoritäten.
bullet„Das Buch über die Vermögenswerte“: Kitāb al-Amwāl [كتاب الأموال]: Eines der frühesten Werke zu Staatsfinanzen, Zakat, Beute, öffentliches Eigentum. Das Wer galt lange als Hauptquelle für islamisches Wirtschaftsrecht
bulletFadhāʾil al-Qurʾān [فضائل القرآن]: über Vorzüge, Rezitation und Rang des Heiligen Quran.

Hudhayl-Angehörige wurden von ihm besonders geschätzt, weil ihr Arabisch als sehr rein galt und sie für Lexikographie und Bedeutungsbelege zentral waren.

Ahmad ibn Hanbal schätzte die Arbeiten von Abu Ubaid hoch.

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