.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Aconite bezeichnet Pflanzen der Gattung Aconitum, die zur
Familie der Hahnenfußgewächse gehören. Die im Deutschen als
Eisenhut bekannte Pflanze ist eine Giftpflanze.
Besonders bekannt ist der Blauer Eisenhut (Aconitum
napellus), weil sie die wohl am weitesten verbreitete Art in
Europa ist. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig — vor allem
Wurzel und Samen, aber auch Blätter und Stängel. Der Wirkstoff
heißt Aconitin — ein starkes Neuro- und Herzgift. Schon
geringe Mengen können Herz- und Atemstillstand verursachen.
Klinisch zeigen sich bei Vergiftung Symptome wie Kribbeln oder
Taubheit, Schwäche, Herzrhythmusstörungen und teils tödliche
Lähmungen.
Trotz seiner Giftigkeit wurde Aconitum seit der Antike
nicht nur als Gift (z. B. Pfeilgift oder Mordmittel) benutzt,
sondern auch in der traditionellen Medizin, wenn auch mit
größter Vorsicht und meist nach spezieller Verarbeitung.
Aconite wird in zahlreichen
medizinischen Werken der
muslimischen Geschichte als tödliches Gift erwähnt, das in
starker Verdünnung auch Heilwirkungen haben kann.
Weil Aconitum extrem giftig ist, war seine Verwendung —
sowohl medizinisch als auch als Gift — mit großer Gefahr
verbunden.
Der Einsatz als Heilmittel gilt heutzutage als sehr riskant
und unterliegt strengen Sicherheitsvorkehrungen. Viele moderne
Mediziner und Toxikologen raten von der Verwendung ab, sofern
keine sichere Verarbeitung und Überwachung möglich ist.