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Ahmed
Niyazi Bey, bekannt als Niyazi Bey, war ein bedeutender
osmanischer Offizier und eine Schlüsselfigur der
Jungtürkischen Revolution von 1908, durch die die Zweite
Osmanische Konstitutionelle Monarchie (II. Meşrutiyet)
wiederhergestellt wurde.
Er ist 1873 in Resne (heute Resen, Nordmazedonien) geboren.
Niyazi Bey war ein Hauptmann in der
osmanischen Armee und diente
in der Region Makedonien. Er war Mitglied des Komitees für
Einheit und Fortschritt (İttihat ve Terakki Cemiyeti), einer
reformorientierten, modernistischen Bewegung, die sich gegen
das autokratische Regime von Sultan
Abdülhamid II.. stellte.
Im Juli 1908 führte er mit einer kleinen Gruppe Soldaten einen
bewaffneten Aufstand im Namen der Verfassung von 1876 n.Chr.
aus. Sein Marsch durch Makedonien und die Unterstützung der
lokalen Bevölkerung zwangen den Sultan zur Wiederherstellung
der Verfassung.
Zusammen mit Enver
Pascha wurde Niyazi Bey so zum Symbol der Revolution, was
sich in Postern wie
Die Retter des
Vaterlandes widerspiegelte. Nach der Revolution wurde
Niyazi Bey in der Presse und Propaganda als „Kahraman-ı
Hürriyet“ (Held der Freiheit) gefeiert.
Niyazi Bey galt als Albaner mit engen Verbindungen zu
anderen in Mazedonien lebenden Albanern. Er genoss bei seinen
muslimischen Mitbürgern in der Gegend, in der er lebte, große
Autorität und konnte sich mit ihnen verständigen, da er sowohl
Albanisch (seine Muttersprache) als auch Türkisch sprach.
Er ist auch für seinen Bezug zur ländlichen Bevölkerung und
für seine Aussagen über nationale Einheit in Erinnerung
geblieben. Er wurde am 17. April 1913 in Vlora, auf dem Weg
nach Istanbul unter
mysteriösen Umständen ermordet, wahrscheinlich infolge
innerparteilicher Spannungen innerhalb der jungtürkischen
Bewegung oder im Auftrag des Sultans.
In der offiziellen Erinnerung der Republik
Türkei und in vielen
Geschichtsbüchern des Osmanischen Reiches gilt er als
Symbolfigur des Widerstands gegen die Despotie.