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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Ahmed Ziya Akbulut war ein bedeutender türkischer Maler,
Mathematiker, Astronom und Kalligraph der späten
osmanischen Zeit.
Er ist am 27. Juni 1869 in
Istanbul geboren und am 17. April 1938 ebenfalls in
Istanbul gestorben.
Er besuchte die Kuleli Militärschule und anschließend die
Militärakademie (Mekteb-i Harbiye), wo er unter
Osman Nuri Pascha und später bei Hoca Ali Rıza
Malunterricht erhielt. Nach seinem Abschluss wurde er zunächst
dem Erkan-ı Harbiye-Atelier (militärisches Zeichenbüro)
zugeteilt und später wieder an Kuleli als Assistent von
Osman Nuri Pascha versetzt. Parallel dazu studierte er an
der Sanayi-i Nefise Mektebi (der späteren Kunstakademie
Istanbul) im Fach Malerei und schloss 1897 mit dem berühmten
Bild „Lehimci“ / „The Solderer“ ab.
Er war Offizier und zählt zu den erweiterten Kreisen der
Soldaten-Maler (Asker ressamlar), aber er ist vor allem
bekannt als Landschafts- und Architekturmaler, der
systematisch Perspektive in die türkische Malerei einführte.
Gleichzeitig war er Mathematiker, Astronom und „Menazırcı“
(Perspektivtheoretiker). Er verfasste uunter anderem Werke
über Perspektive und ein Handbuch zur Herstellung von
Sonnenuhren.
1913 wurde er Vorsitzender der Osmanischen Malervereinigung
(Osmanlı Ressamlar Cemiyeti), 1914 ging er in den Ruhestand
als Offizier und lehrte dann bis zu seinem Tod an der
Kunstakademie Mathematik, Geometrie, Perspektive und
Astronomie, zuletzt als stellvertretender Direktor.
Seine Bilder zeigen meist Istanbul-Landschaften, Moscheen
und Brücken mit sehr sorgfältiger Perspektive; bekannt sind
z.B.: