Anas ibn Nadhr
Anas ibn Nadhr

Aussprache: anas ibn an-nadhr
arabisch:
أنس بن النضر
persisch:
أنس بن النضر
englisch: Anas bin Nadr

??? - 15.10.3 n.d.H.
??? - 23.3.625 n.Chr.

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Anas ibn Nadr war ein Gefährte des Propheten Muhammad (s.), ein bekannter Überlieferer [rawi] und Märtyrer von Uhud.

Er gehört zu den Helfern [ansar] aus Medina und ist vor allem durch sein Martyrium in der Schlacht von Uhud bekannt. Er gehörte zu den Banu Nadschar. Er ist ein Onkel von Anas ibn Malik. Er nahm nicht an der Schlacht von Badr teil, was ihn tief bewegte.

Überliefert ist, dass er sinngemäß sagte, falls Gott ihm eine weitere Gelegenheit gebe, werde er seine Leistungsbereitschaft steigern. Diese innere Haltung bildet den Schlüssel zum Verständnis seines späteren Wirkens.

In der Schlacht von Uhud erfüllte Anas ibn an-Nadhr dieses Gelübde: Als sich Teile der muslimischen Reihen zurückzogen, ging er bewusst nach vorne. Er sprach Gefährten Mut zu und erklärte, dass das Paradies näher sei, als sie meinten. Er wird als besonders mutiger Kämpfer beschrieben, der in den entscheidenden Phase bei der Schlacht von Uhud, als einige sich bereits abgewandt haben, weil sie den Propheten Muhammad (s.) für tot wähnten, weitergekämpft hat und so das Überleben mit gesichert hat. Er ist dabei Märtyrer geworden.

Nach der Schlacht wurde sein Leichnam mit über 80 Wunden gefunden; er war kaum identifizierbar und wurde schließlich an seinen Fingerspitzen erkannt. Klassische Quran-Kommentatoren berichten, dass folgender Vers auf Anas ibn an-Nadhr und ähnliche Gefährten bezogen wurde:

„Unter den Gläubigen sind Männer, die wahrhaftig zu dem standen, was sie Gott versprochen hatten.“ (Heiliger Quran 33:23)

Obwohl der Vers allgemein formuliert ist, wird Anas ibn an-Nadhr regelmäßig als paradigmatisches Beispiel genannt.

Er gehört zu den Gefährten, deren Lebensgeschichte durch moralisch-religiöse Vorbildhaftigkeit geprägt ist.

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