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Anas ibn Nadr
war ein
Gefährte des
Propheten Muhammad (s.), ein bekannter
Überlieferer [rawi] und
Märtyrer von
Uhud.
Er gehört zu den
Helfern [ansar] aus
Medina und ist vor allem durch sein Martyrium in der
Schlacht von
Uhud bekannt. Er gehörte zu den
Banu Nadschar. Er ist ein Onkel von
Anas ibn Malik. Er nahm nicht an der
Schlacht von Badr teil, was ihn tief bewegte.
Überliefert ist, dass er sinngemäß sagte, falls Gott ihm
eine weitere Gelegenheit gebe, werde er seine
Leistungsbereitschaft steigern. Diese innere Haltung bildet
den Schlüssel zum Verständnis seines späteren Wirkens.
In der Schlacht von
Uhud erfüllte Anas ibn an-Nadhr dieses Gelübde: Als sich
Teile der muslimischen Reihen zurückzogen, ging er bewusst
nach vorne. Er sprach Gefährten Mut zu und erklärte, dass das
Paradies näher sei, als sie meinten. Er wird als besonders
mutiger Kämpfer beschrieben, der in den entscheidenden Phase
bei der Schlacht von
Uhud, als einige sich bereits abgewandt haben, weil sie
den
Propheten Muhammad (s.) für tot wähnten, weitergekämpft
hat und so das Überleben mit gesichert hat. Er ist dabei
Märtyrer geworden.
Nach der Schlacht wurde sein Leichnam mit über 80 Wunden
gefunden; er war kaum identifizierbar und wurde schließlich an
seinen Fingerspitzen erkannt. Klassische
Quran-Kommentatoren berichten, dass folgender Vers auf
Anas ibn an-Nadhr und ähnliche Gefährten bezogen wurde:
„Unter den Gläubigen sind Männer, die wahrhaftig zu dem
standen, was sie Gott versprochen hatten.“ (Heiliger
Quran 33:23)
Obwohl der Vers allgemein formuliert ist, wird Anas ibn
an-Nadhr regelmäßig als paradigmatisches Beispiel genannt.
Er gehört zu den Gefährten, deren Lebensgeschichte durch
moralisch-religiöse Vorbildhaftigkeit geprägt ist.