Arif

Arif

Aussprache: aarif
arabisch:
عارف
persisch:
عارف
englisch: Arif

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Als „Arif“ wird im Islam jemand bezeichnet, der eine hohe Stufe der Erkenntnis erlangt hat.

Der Begriff ist kein Titel eines Gelehrtenranges, sondern eine Beschreibung eines spirituellen Zustands und Weges. Arif kommt von der Wurzel ʿ-r-f (عرف), was „erkennen“ oder „innerliches gereiftes Wissen“ bedeutet. Ein Arif ist jemand, der ALLAH nicht nur weiß, sondern erkennt. Dabei geht es um innere Gotteserkenntnis aber nicht um akademisches Wissen. Ein Arif kann ein einfacher Bürger ohne größere wissenschaftliche Ausbildung sein. Er muss weder ein Vorbild der Nachahmung noch ein Rechtsgelehrter [mudschtahid] sein. die innere Erkenntnis ist der Maßstab.

Ein Arif ist jemand, der ALLAH durch Gehorsam und Aufrichtigkeit sucht und findet. Er hat seine Seele [nafs] vollständig unter seiner Kontrolle und dadurch Zugang zu tiefgreifendem Wissen. Er versucht das islamische Recht [scharia] vollständig in seinem Leben umzusetzen, denn er weiß, dass jede Mystik [tasawwuf], die die Scharia verlässt, Irrtum ist.

Ein ʿĀrif strebt keine Visionen an. Imam Mahdi (a.) zu begegnen ist für ihn weder ein Ziel noch ein Beweis für irgendetwas. Er weiß, dass es nicht erzwingbar ist, sondern Gnade. Menschen auf jener Läuterungsstufe betonen ausdrücklich: Wer Visionen sucht, sucht sich selbst, nicht Gott.“ Ein Arif weist den Weg aber– er ersetzt ihn nicht.

Als größte Arif (plural Arifien) des 20. und 21. Jh. n.Chr. gelten unter anderem Imam Chomeini und Imam Chamenei. Es gibt aber auch nichttheologische Erkenntnisreiche wie z.B. Radschab Ali Nikuguyan.

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