S.W. Arsenjew
Sergei Wassiljewitsch Arsenjew

Aussprache: sirghiy faasiyliyafitsch assiynyif
arabisch:
سيرغي فاسيلييفيتش أرسينييف
persisch:
سرگئی واسیلیویچ آرسنیف
englisch:
Sergei Vasilyevich Arsenyev

1.4.1854 - 1922 n.Chr.

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Sergei Wassiljewitsch Arsenjew (Сергей Васильевич Арсеньев) war ein russischer Diplomat, Orientalist und Beamter des Zarenreiches, der Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. n.Chr. tätig war.

Er ist heute vor allem im Kontext der russisch-iranischen Beziehungen in der Zeit der Qadscharen und seinen guten Beziehungen zu den Osmanen bekannt.

Er ist am 1. April 1854 in Moskau geboren und starb dort 1922. Er war Angehöriger des imperialen russischen diplomatischen Dienstes und tätig in West-Asien insbesondere im Iran. Er diente zeitweise an der russischen Gesandtschaft in Teheran. Er arbeitete im Spannungsfeld von Diplomatie, Nachrichtengewinnung und Kultur- und Sprachvermittlung. Er gehörte zu jener Generation russischer Diplomaten, die zugleich Fachkenner des Orients waren.

Arsenjew war kein bloßer Verwaltungsdiplomat, sondern sprachlich ausgebildet (Persisch, evtl. Arabisch/Türkisch) mit islamischer Kultur, Recht und Hofetikette vertraut. Er ist Verfasser von Berichten, Memoranden und Beobachtungen zur iranischen Politik und Gesellschaft. Arsenjews Wirken fällt in die Phase des „Great Game“ (Russland vs. Großbritannien), einer schwachen Qadscharenmonarchie und wachsender ausländischer Einflussnahme auf den Iran. Russland war damals Schutzmacht und faktischer Machtfaktor im Norden Irans.

Arsenjew genoss Respekt in der muslimischen Welt, was unter anderem dazu führte, dass ihm der Mecidiye-Orden verliehen worden ist.

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