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Ashama ibn Abdschar war der Negus (König) von Aksum (Axum)
und nahm später den
Islam an.
Er war Inhaber des Titels „an-Nadschaschi“ [النجاشي],
„Negus“ oder „König“ im damaligen
Abessinien entspricht. In der äthiopischen Überlieferung
wird er meist mit Armah (oder Ella-Tsaham) identifiziert.
Historisch wird er oft gleichgesetzt mit König Armah von
Aksum (regierte ca. 614–631 n.Chr.). Die Staatsreligion im
Königreich Aksum war das
Christentum, welche mit der koptischen Kirche Alexandriens
verbunden war. Aksum war zu dieser Zeit eine bedeutende
Großmacht im Rotmeerraum, mit Handelsverbindungen nach
Arabien, Byzanz und Persien.
In der
kleinen
Auswanderung flohen einige
Muslime auf Anweisung des
Propheten Muhammad (s.) zum Negus Ashama ibn Abdschar.
Prophet Muhammad (s.) hatte gesagt: „Geht nach
Abessinien, denn dort ist ein König, bei dem niemand Unrecht
erleidet.“
Die mekkanischen
Quraisch sandten Gesandte, um die Flüchtlinge
zurückzufordern. Der Negus ließ beide Seiten anhören. Der
Sprecher der Muslime war
Dschafar ibn Abu Talib. Er rezitierte Verse aus der Sure
Maryam über
Maria (a.) und
Jesus (a.). Der Negus soll daraufhin gesagt haben: „Was
ihr sagt und was Jesus brachte, kommt aus derselben Quelle.“
Er gewährte den
Muslimen dauerhaft Asyl.
Nach den
Überlieferungen [hadith] sandte
Prophet Muhammad (s.) auch ihm einen Brief zur Einladung
zum Islam. Der Negus akzeptierte und soll im Geheimen
Muslim geworden sein. Als er starb ca. 630/1 n. Chr.
verrichtete
Prophet Muhammad (s.) das
Ritualgebet für Verstorbene in Abwesenheit [salat-ul-ghaib]
in Abwesenheit für ihn in
Medina. Das gilt als starkes Indiz für seine Annahme des
Islam.
In äthiopischen christlichen Chroniken wird keine
Konversion erwähnt. Historiker gehen davon aus, dass falls er
den
Islam angenommen hat, dann es privat erfolgte und nicht
als Staatsakt.
Als Todesjahr wird 630 oder 631 n.Chr. angegeben.