Auswanderung
Auswanderung der Fatimas

Aussprache: hidschrat-ul fawaatim
arabisch:
هجرة الفواطم
persisch:
هجرت فواطم
englisch:
Migration of the Fatimas

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Als „Auswanderung der Fatimas“ wird die Auswanderung [hidschra] Imam Alis (a.) bezeichnet, der erst einige Tagen nach dem Propheten Muhammad (s.) nach Medina nachgefolgt ist und drei Fatimas bei sich hatte.

Prophet Muhammad (s.) musste Mekka verlassen, weil die Anführer der Quraisch in der Nacht einen gemeinschaftlichen Anschlag gegen ihn verüben wollten. Er erhielt eine Offenbarung zur Auswanderung. Gemeinsam mit Abu Bakr und einem Wegführer namens Abdullah Duali verließ er in aller Stille die Stadt, während Imam Ali (a.) zur Tarnung sich mit den Kleinern des Propheten Muhammad (s.) in sein Bett legte und letztendlich den Angriff abwehrte.

Prophet Muhammad (s.) hatte zudem Imam Ali (a.) beauftragt, alle dem Propheten (s.) anvertrauten Güter ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben, selbst wenn sie mit dafür verantwortlich waren, dass Prophet Muhammad (s.) auswandern musste. Nachdem er seine Aufgaben erfüllt hatte, verließ Imam Ali (a.) etwa drei Tage später Mekka. Er wanderte in einer kleinen Gruppe von Schutzbefohlenen aus. Darunter waren:

bullet Fatima (a.), die Tochter des Prophet Muhammad (s.),
bullet Fatima bint Asad, seine eigene Mutter,
bullet Fatima bint Zubair, seine Cousine.

Deshalb wird diese Etappe auch zuweilen die Auswanderung der Fatimas genannt. Imam Ali (a.) führte die Gruppe. Einige mussten die Strecke aufgrund fehlender Reittiere zu Fuß zurücklegen und kamen nach strapaziösem Marsch – blutend an den Füßen – in Quba an, wo der Prophet Muhammad (s.) ihn mit Glückstränen in den Augen empfing.

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