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zu Gesundheit im Islam finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Bezeichnung Batina (باطنة ) ist einer
der
Titel Fatimas (a.). Der Titel ist im Deutschen Umfassend
und bedeutet „die Innere“, „die Verborgene“, „die Trägerin der
inneren Wirklichkeit“ und „die Immanente“.
In der islamischen Metaphysik spielt die Unterscheidung
zwischen zhahir (exoterisch) und batin (esoterisch) eine
zentrale Rolle. Der
Heilige
Quran selbst wird als besitzend von äußerer Bedeutung (zhahir)
und innerer, tiefer Bedeutung (batin) verstanden.
Der Titel Batina für
Fatima (a.) bedeutet sinngemäß, dass sie die Trägerin der
inneren Wahrheit ist. Sie ist der mütterliche Kern der
Ahl-ul-Bait (a.), zumal sie auch
Mutter ihres Vaters (Umm Abiha) gilt. Sie verkörpert die
innere Wirklichkeit der Prophetie.
In mystischer Auslegung wird oft eine
Dualität verwendet mit dem
Propheten Muhammad (s.) als Zhahir (offenbarte
Gesetzesdimension) und den
Zwölf Imamen (a.) als batin (innere Auslegung).
Fatima (a.) ist die Schnittstelle oder innerer Kern
zwischen beiden Dimensionen.
Eine andere Dimension des Namens für
Fatima (a.) spiegelt sich an ihrem Lebensende wider. Sie
Zeit war politisch konfliktbeladen und vom erzwungenen Rückzug
geprägt. Nach ihren gescheiterten öffentlichen Aufrufen musste
sie in einer Art öffentliche Unsichtbarkeit übergehen. Ihre
verborgene Grabstätte verstärkt symbolisch das Motiv des
„Inneren“.
„Batina“ bedeuten zudem Ursprung des inneren Wissens (ʿilm
batin) und damit Quelle spiritueller Intuition. Sie ist das
Herz der imamologischen Ontologie. Sie steht dann nicht primär
für äußere Autorität, sondern für die metaphysische
Tiefendimension der Religion.
Name Batina ist heute ein eher seltener verwendeter weiblicher
Vorname für
Muslimas.