.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Jorge Luis Borges (1899–1986) war ein argentinischer
Schriftsteller, Dichter, Essayist und Bibliothekar und zählt
zu den einflussreichsten Autoren der Weltliteratur des 20. Jh.
n.Chr.
Er ist am 24. August 1899 in Buenos Aires geboren und starb
am 14. Juni 1986 in Genf. Er war Schriftsteller, Essayist und
Direktor der Nationalbibliothek Argentiniens. Seine große
Belesenheit in europäischen und orientalischen Literaturen
brachte ihn in Kontakt mit dem
Islam.
Borges gilt als Wegbereiter der postmodernen Literatur,
Meister der Kurzprosa (Ficciones, El Aleph), Autor, der
Philosophie, Theologie, Mathematik und Mythologie die er
literarisch verschmelzen ließ und Schlüsselfigur für Autoren
wie Umberto Eco, Italo Calvino und viele andere mehr.
Borges war stark beeinflusst von arabisch-islamischer
Philosophie (Averroes/Ibn
Ruschd), orientalischer
Mystik
[tasawwuf] sowie
Tausend und eine Nacht. Er behandelte diese Themen
literarisch, z.B. in der Erzählung „Averroes’ Suche“, die im
Kontext der islamischen Welt des Mittelalters steht.
Borges wurde früh ins Türkische übersetzt und ist dort seit
Jahrzehnten stark rezipiert. Besonders Intellektuelle,
Schriftsteller und Philosophen in der Türkei schätzen ihn
wegen seiner Metaphysik, seiner Skepsis gegenüber
Absolutheiten und seiner Auseinandersetzung mit Text,
Tradition und Identität.
Vor dem
Ipekyolu Atatürk Kunstgalerie (İpekyolu Atatürk Sanat
Galerisi) in
Van
ist ihm eine monumentale Tafel mit seinem Gedicht
„Anlar“, der türkischen Übersetzung seines Gedichtes
„El instante“ (Der Augenblick / Der Moment) gewidmet.

Foto Y. Özoguz 2022 n.Chr.