Taha Carim
Taha Carim

Aussprache: taha dschariym
arabisch:
طه جاريم
persisch:
طه جاريم
englisch:
Taha Carım

21.2.1914 - 9.6.1977

Foto: 1977 n.Chr.

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Taha Carim (Carım) war ein türkischer Diplomat, der mehrere hochrangige Posten im türkischen Außendienst innehatte und von den Gerechtigkeitskommandos des armenischen Völkermords ermordet wurde.

Carım wurde am 21. Februar 1914 in Genf in eine Diplomatenfamilie geboren. Nach Abschluss des Galatasaray-Gymnasiums studierte er in Frankreich und schloss sein Studium an der Universität Toulouse ab. Während des Zweiten Weltkriegs trat Carım am 29. Oktober 1941 in den Auswärtigen Dienst ein und blieb dem Ministerium 36 Jahre lang bis zu seinem Tod treu. Er begann seinen Dienst im Generalsekretariat und wurde bald in die Handelsabteilung versetzt, wo er zum 3. Sekretär aufstieg. 1948 wurde Carım zum türkischen Konsulat in Athen entsandt. 1952, nachdem er den 1. Dienstgrad erreicht hatte, wurde er zum Leiter der Botschaft in Alexandria berufen und vertrat im selben Jahr die Türkei bei der NATO. 1957 wurde Carım zum türkischen Botschafter in Caracas ernannt und vertrat die Türkei in Venezuela, Haiti, Ecuador und Kolumbien. Von 1960 bis 1961 war er Botschafter in Karatschi, von 1961 bis 1965 in Ottawa und von 1965 bis 1976 in Beirut. 1971 hielt er während der Konferenz zu armenischen Fragen an der Akademie für Auswärtige Angelegenheiten eine Rede über die jahrhundertealte Tradition des Zusammenlebens von Türken und Armeniern.

Am 9. Juni 1977 kehrte Taha Carım als Botschafter im Vatikan zu seiner Residenz in Rom zurück. Er wurde von zwei armenischen Schützen überfallen und von vorne und hinten angeschossen, was ihn sofort tötete. Die Verantwortung wurde vom Gerechtigkeitskommandos des armenischen Völkermords übernommen.

2016 verurteilte das Papsttum schließlich die Ermordung von Taha Carım im Jahr 1977, um den Streit mit der Türkei über den Völkermord an den Armeniern beizulegen.

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