Damat Ibrahim Pascha
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Mustafa Muhaqiq Damad

Aussprache:
arabisch:
 مصطفی محقق داماد
persisch: 
مصطفی محقق داماد
englisch:
Mostafa Mohaghegh Damad

??? - ??? n.d.H.
1945 - ??? n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Ayatollah Sayyid Mustafa Muhaqiq Damad ist ein schiitischer Gelehrter [faqih], Jurist, Philosoph und Universitätsprofessor in der Islamischen Republik Iran.

Er wurde 1945 im Qum geboren. Sein Vater war Muhammad Mohaqiq Damad, und sein Großvater Abdulkarim Hairi. Er hat ist verheiratet mit einer Tochter von Mirza Haschim Amili. Der Familienname „Muhaqiq Damad“ bedeutet wörtlich etwa „der Gelehrte (oder Forscher) – Schwiegersohn“, ein traditioneller Titel in schiitischen Gelehrtenfamilien.

Bereits 1970 erreichte er den Rang eines Rechtsgelehrter [mudschtahid], also eines Gelehrten, der selbständige Rechtsfindung [idschtihad] ableiten darf.

Sayyid Mustafa absolvierte seine islamische Ausbildung in arabischer Literatur, Quran, Überlieferung [hadith], islamischer Philosophie, Theologie und islamische Rechtswissenschaft, Islamischer Rechtswissenschaft [fiqh], sowie Methodenlehre (Usul al-fiqh) an der Fayzieh-Schule im Qum, einer Hawza in Qum.

Zu seinen Lehrern gehörten einige der bedeutendsten iranischen Gelehrten [faqih] des 20. Jh. n.Chr. darunter:

bullet Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai
bullet Ayatollah Morteza Motahhari
bullet Ayatollah Muhammad Reza Golpayegani
bullet Abdulkarim Hairi

Bereits 1970 erlangte er das Niveau zur selbständigen Rechtsfindung [idschtihad]. Außerdem setzte er seine moderne akademische Ausbildung in Islamische Philosophie fort und schloss sie 1969 an der Universität Teheran ab. Danach absolvierte er 1980 seinen Master of Science in Islamische Rechtswissenschaft an derUniversität Teheran. 1996 besuchte er die Universität von Louvain (UC Louvain) in Belgien und promovierte dort. Die Kombination aus Hawza-Studium und universitärer Rechtsausbildung prägt sein Denken stark.

Seit 1988 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften des Iran und Leiter des Instituts für Islamische Studien an der Iranischen Akademie. Außerdem ist er seit 2007 für Recht und islamische Philosophie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Schahid Beheschti Universität. In dieser Funktion gehörte er zahlreichen Kommissionen an. Unter anderem ist er Leiter verschiedener juristischer Reformkommissionen und Vorsitzender von Kommissionen zur Kodifizierung iranischer Gesetze.

Er ist mit Fadhila Laridschani verheiratet.

Muhaqiq Damad ist international bekannt für seine Arbeit im Dialog zwischen Islam und Christentum. Im Oktober 2010 hielt Sayed Damad eine Ansprache an die Sonderversammlung für den Nahen Osten der Synode der katholischen Bischöfe. Er sprach von „der Beziehung zwischen Islam und Christentum“ als „basierend auf Inspirationen und Vorschlägen des Heiligen Korans„ und als "gegründet auf Freundschaft, Respekt und gegenseitigem Verständnis". Er gehört zu den Erstunterzeichnern des Briefes: Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch.

Er vertritt die Position der Vereinbarkeit von Islam und Menschenrechten. Er argumentierte öffentlich, dass islamisches Recht mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vereinbar sei. Zudem erklärte er, dass „kein Zwang in der Religion erlaubt ist“ und religiöse Praxis nicht durch staatlichen Zwang erzwungen werden sollte. Nach seiner Ansicht sollte Apostasie nur bestraft werden, wenn sie politische oder gesellschaftliche Ordnung destabilisiert.

Er gehörte zu denjenigen, die die sogenannte Moralpolizei öffentlich kritisiert haben. Nach dem Tod von Mahsa Amini (2022 n.Chr.) erklärte er, dass das Prinzip der „Gebote des Guten und Verbote des Bösen“ ursprünglich dazu gedacht sei, die Herrschenden zu kontrollieren, nicht die Bürger zu unterdrücken. 2026 veröffentlichte er erneut eine frühere Rede, in der er sich für staatliche Gewalt gegen Bürger entschuldigte und moralische Defizite der Regierung kritisierte.

Bekannt wurden Anfang März 2026 während des Angriffskriegs der USA und Israels au die Islamische Republik Iran seine zwei Briefe an:

bullet Papst Leo XIV.,
bullet Dr. Ahmad al-Tayib, Großscheich von al-Azhar und Präsident der Versammlung muslimischer Gelehrter.

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