Ahmed v. Denffer
undefined Ahmad von Denffer

Aussprache: dschabaal diyna
arabisch:
أحمد فون دنفر
persisch:
احمد فون دنفر
englisch: Ahmad v. Denffer

1949 - heute n.Chr.

Foto 2009 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Ahmad von Denffer ist ein prominenter deutscher Muslim, Publizist und Übersetzer, der zu den prägenden Figuren der islamischen Bildungsarbeit im deutschsprachigen Raum zählt.

Er ist unter anderem durch seine Arbeiten zur Quran-Übersetzungen ins Deutsche sowie durch seine Beiträge zur Vermittlung islamischer Inhalte in europäischen Kontexten bekannt geworden.

Er ist 1949 in einer deutsch-baltischen Familie geboren. wann er den Islam angenommen hat, ist nicht bekannt. Von 1972 bis 1978 studierte er Islamwissenschaft und Völkerkunde an der Universität Mainz. Anschließend war er bis 1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Islamic Foundation in Leicester (England), die der islamistischen pakistanischen Jamaat-e-Islami und den Lehren von Sayyid Abul A'la Maududi nahesteht. Sie wurde von Khurram Murad geleitet, mit dem von Denffer später gemeinsame Bücher verfasste. 1984 wurde er Referent für deutschsprachige Angelegenheiten des Islamisches Zentrum München. Hier wurde von Denffer Herausgeber der deutschsprachigen Zeitschrift „Al-Islam“. Seine Person war untrennbar mit dem Treffen deutschsprachiger Muslime (TDM) verbunden.

1984 wurde er Gründungsmitglied der „International Islamic Charitable Foundation“ in Kuwait. 1986 bis 1988 und von 1993 bis 2011 war er Vorsitzender von „muslime helfen e. V.“, die er mitgegründet hat und seit 1995 Treuhänder von „Muslim Aid International“ in London. Von Denffer veröffentlichte 1989 eine Übersetzung von Al-Qaradawis Buch „Erlaubtes und Verbotenes im Islam“ und 1996 eine Quran-Übersetzung ins Deutsche sowie zahlreiche weitere Bücher. Seine Quran-Übersetzung gilt nicht als klassische, vollständig eigenständige Neuübersetzung, sondern als Teil eines spezifischen didaktischen und islamisch geprägten Vermittlungsprojekts. Sie ist primär für Einsteiger, Konvertiten und Unterrichtszwecke konzipiert. Später (2009 n.Chr.) hat er zudem bei einer weiteren Quran-Übersetzung ins Deutsche mitgearbeitet, bei der die englische Übersetzung von Muhammad Asad als Vorlage diente.

Am 4. Juni 2005 wurde v.Denffer in den Schura-Rat des Islamisches Zentrums München gewählt. Wie viele aktive Muslime in Deutschland, wurde auch von Denffer vom Verfassungsschutz überwacht. Insbesondere seine Kritik am Staat, welche die Religionsfreiheit zwar grundgesetzlich garantiere aber in der Praxis faktisch mit Füßen treten, stießen auf Kritik.

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