Duschanbe

Große Moschee Duschanbe
Duschanbe

Aussprache: duuschanba
arabisch:
دوشنبة
persisch:
دوشنبه (تاجیکستان)
englisch: Dushanbe

Foto: V.T.Neef (2024 n.Chr.)

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Duschanbe (tadschikisch: Душанбе; russisch: Душанбе), früher auch Duschambe, ist die Hauptstadt und größte Stadt der Republik Tadschikistan in Zentralasien.

Sie liegt im Hissar-Becken am Zusammenfluss der Flüsse Varzob und Duschabinka. Die Stadt ist politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes.

Der Name Duschanbe bedeutet auf Tadschikisch „Montag“ und bezieht sich auf den wöchentlichen Markt, der hier stattfand, als der Ort im 17. Jh. n.Chr. entstand und noch aus mehreren Dörfern bestand. Bereits 1676 wird Duschanbe in einem Brief des Chans Subhonkul Bakhodur an den russischen Zaren Fyodor erwähnt, wobei die Bedeutung des Namens auf diese Markttage zurückgeht.

Bevor Duschanbe Hauptstadt wurde, bestand das Gebiet aus mehreren Dörfern (darunter Sary Assiya, Shakhmansur und Duschanbe). Im 19. Jh. n.Chr. blieb die Region ländlich, erst im Zuge der russischen Expansion in Zentralasien begann eine stärkere Urbanisierung.

Nach dem Zerfall des Russischen Reiches war das Gebiet Teil der Tadschikischen ASSR und später der Tadschikischen SSR innerhalb der Sowjetunion. Unter sowjetischer Führung wurde Duschanbe zum administrativen Zentrum ausgebaut, mit breiten Straßen, öffentlichen Gebäuden und neuen Wohnvierteln.

Die Stadt hieß von 1929 bis 1961 Stalinabad (nach Josef Stalin). Während der Sowjetzeit entstanden Theater, Museen und Schulen; die Bevölkerungszahl wuchs stark.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde Duschanbe Hauptstadt der unabhängigen Republik Tadschikistan. Die erste Dekade nach der Unabhängigkeit war von einem Bürgerkrieg (1992–1997) geprägt, der auch das urbane Leben in Duschanbe beeinflusste. Seit den 2000er-Jahren erfährt die Stadt einen kontinuierlichen Ausbau an moderner Infrastruktur, Regierungsbauten und städtischen Parks.

Heute ist Duschanbe das politische Zentrum Tadschikistans mit Sitz der Regierung, dem Präsidentenpalast (Palace of the Nation) und dem Parlament. Das Stadtbild ist eine Mischung aus sowjetischer Architektur, modernen Regierungsbauten und traditionellen tadschikischen Elementen. Tadschikisch (eine Variante des Persischen) ist die Amtssprache. Russisch wird als Verkehrssprache im urbanen Alltag genutzt. Die Stadt ist verkehrstechnisch an den internationalen Flughafen angebunden und ein Ausgangspunkt für Reisen in Zentralasien, vor allem in die Berge Pamirs und ins ferne Pamir-Hochland.

Als Sehenswürdigkeiten gelten unter anderem:

bullet Große Moschee Duschanbe
bullet St. Nikolaus Kathedrale Duschanbe
bullet Nouruz Palast in Dschanbe
bulletDousti Square – Der größte zentrale Platz der Stadt mit dem Parlament und Staatsgebäuden. Er dient als Austragungsort für Paraden und nationale Feierlichkeiten.
bulletStatue von Ismoil Somoni – Monument für den Begründer des Samaniden-Reiches (9.–10. Jh.), ein wichtiges nationales Symbol.
bulletRudaki Park – Großer, grüner Stadtpark mit Statuen, Brunnen und dem Nationalflaggenmast. Dies ist einer der beliebtesten Orte für Spaziergänge.
bulletVictory Park – Park zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg mit Gedenkanlagen und Aussichtspunkten.
bulletTajikistan National Museum – Eines der größten Museen des Landes mit Abteilungen zur Geschichte, Natur, Kunst und Volkskunde.
bulletNational Museum of Antiquities of Tajikistan – Archäologische Sammlung mit Exponaten aus verschiedenen Epochen, z. B. antike Buddhaskulpturen.

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