.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Zohreh Elahian ist eine prominente konservative iranische
Politikerin und Ärztin.
Sie ist 1968 n.Chr. in
Kermanschah geboren. Sie war mehrfach Mitglied in der
Islamischen Beratungsversammlung (Madschlis/Parlament) und
vertrat in der achten und elften Legislaturperiode die
Wahlkreise,
Ray,
Schamiranat, Eslamschahr und Pardis in
Teheran. Ihre erste Amtszeit war von 2008 bis 2012 n.Chr.,
und sie kehrte von 2020 bis 2024 ins Parlament zurück.
Elahian wurde von
Ahmadinedschad für das Amt der Ministerin für Wohlfahrt
und soziale Sicherheit vorgeschlagen, lehnte jedoch ab.
Ayatollah Safi-Golpayegani lobte ihre Entscheidung.
Eine Delegation aus dem Iran unter der Leitung von Zohreh
Elahian, der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des
Parlaments, reiste 2020/21 nach
Syrien,
um die Präsidentschaftswahlen in diesem Land zu überwachen.
Am 20. Februar 2023 wurde sie von der Europäischen Union
sanktioniert.
Elahian ist mit der Gesellschaft der Pfadfinder der
Islamischen Revolution verbunden. In ihrer politischen
Karriere war sie in verschiedenen Ausschüssen tätig und setzte
sich besonders für konservative Politik in den Bereichen
Familie und Frauen ein. Beispielsweise ist sie eine
leidenschaftliche Verfechterin einer höheren Geburtenrate in
der
Islamischen Republik Iran und kritisiert Kultureinflüsse
der
Westlichen Welt, die sie als moralische Degeneration
betrachtet und mit einem Virus vergleicht, der gefährlicher
als COVID-19 sei.
Neben ihrer politischen Arbeit ist Elahian auch im
medizinischen Bereich aktiv. Sie ist mit der Akademie der
Medizinischen Wissenschaften des Iran verbunden, wo sie Leiterin
der Abteilung für Vorausschau und Theoriebildung ist.
Elahian machte auch Schlagzeilen als erste aussichtsreiche
Frau, die sich für die Präsidentschaftswahl 2024 in der
Islamischen Republik Iran registrierte. Sie zog ihre
Kandidatur jedoch zurück, bevor der Wächterrat die offizielle
Liste der zugelassenen Kandidaten bekannt gab, und erklärte,
sie wolle die Einheit der revolutionären Kräfte im Iran
unterstützen. Die deutsche Bildzeitung veröffentlichte zuvor
am 8.6.2024 in Internet eine Hetzschrift über sie mit dem
Titel: "Mullah-Hexe will Iran-Präsidentin werden".
diese Art von Entmenschlichung gilt in der
Westlichen Welt als Meinungsfreiheit, allerdings nur, wenn
es gegen
Muslime gerichtet ist.
Im Laufe ihrer Karriere erntete Elahian sowohl
Unterstützung als auch Kritik. Einige ihrer Aktionen, wie das
Eintreten für strenge Strafen bei der Verbreitung falscher
Informationen, lösten erhebliche Debatten im Land aus.