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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Exerzierplatz-Moschee Saarbrücken war eine
Moschee für die marokkanischen Soldaten der französischen
Besatzungstruppen auf dem großen Exerzierplatz in Saarbrücken.
Die
Moschee war Teil der französischen Maßnahmen zur
religiösen Versorgung der
muslimischen Soldaten, die nach dem Ersten Weltkrieg in
Saarbrücken stationiert waren.
Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Frankreich die Kontrolle
über das Saarland als Teil seiner Besatzungszone in
Deutschland. Dabei wurden auch Truppen aus den französischen
Kolonien, einschließlich marokkanischer Soldaten, eingesetzt.
Diese marokkanischen Truppen (oft Teil der Tirailleurs
marocains, eine Kolonialarmee) waren
muslimisch und benötigten eine entsprechende religiöse
Infrastruktur, um ihre religiösen Pflichten erfüllen zu
können.
Um den muslimischen Soldaten das Praktizieren ihres
Glaubens zu ermöglichen, ließ die französische
Besatzungsverwaltung eine provisorische
Moschee auf dem großen Exerzierplatz in Saarbrücken
errichten. Diese Moschee diente als Gebetsstätte und als
Treffpunkt für die
muslimischen Soldaten während ihrer Zeit in Saarbrücken.
Die Moschee war keine permanente Struktur, sondern wurde
vermutlich als temporäres Gebetshaus für die Dauer der
Stationierung errichtet.
Die Errichtung der Moschee zeigt, wie Frankreich versuchte,
die kulturellen und religiösen Bedürfnisse seiner Truppen zu
respektieren, auch wenn diese in einem fremden Land
stationiert waren.
Die Moschee ist heute verschwunden, da sie nur eine
temporäre Struktur war, und es gibt keine dauerhafte
Erinnerung an diesen Teil der Geschichte auf dem
Exerzierplatz. Heute noch existierende Fotos stammen aus dem
Jahr 1919 n.Chr., so dass davon ausgegangen wird, dass sie zu
der Zeit erbaut wurde. Die Franzosen verließen das Saarland
1935 n.Chr. Es ist nicht bekannt, ob jener Bau so lange
existiert hat.