Radschi-Zug
Expedition von Radschi

Aussprache: sariyat-ur-radschiy'a
arabisch:
سرية الرجيع
persisch:
سریه رجیع
englisch: Expedition of Raji

4 n.d.H.
625/6 n.Chr.

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Der Feldzug von Radschi oder Expedition von Radschi fand unmittelbar nach der Schlacht von Uhud im Jahr 4 n.d.H. (625/6 n.Chr.) statt.

Unmittelbar nach der Schlacht von Uhud kam eine Gruppe von Männern aus den Stämmen ʿAdal und al-Qārah zu Prophet Muhammad (s.) und bat ihn, einige Lehrer mit ihnen zu entsenden, um ihren Leuten, die den Islam angenommen hätten, die Religion zu unterweisen. Prophet Muhammad (s.) stimmte zu und entsandte umgehend zehn Männer, wie es bei Ibn Saad dokumentiert ist.

Diese einladenden Gesandten waren jedoch in Wirklichkeit von den Banu Lahyan geschickt worden, die den Tod ihres Stammesführers Chalid ibn Sufyan al-Hudhali rächen wollten, der zuvor bei der Expedition von Abdullah ibn Unais getötet worden war. Die gesandten Lehrer standen unter dem Kommando von Asim ibn Thabit  

Als die muslimische Gruppe zwischen Mekka und Usfan  den Ort ar-Radschi erreichten, legten sie dort für die Nacht Rast ein. Dann erfolgte ein überraschender Angriff, wobei die Muslime von 100 bis 200 zu den Hudhail gehörigen Lihyaniten angegriffen und eingekesselt wurden. Ziel war es, sie gefangen zu nehmen und gegen Lösegeld freizugeben. Man versprach ihnen, sie nicht zu töten, sondern sie gegen Geld freizulassen. Die Muslime misstrauten jedoch diesem Versprechen und leisteten Widerstand.

Alle Muslime außer Zayd ibn ad-Dathinnah, Chubaib ibn Adi und Abdullāh ibn Tariq wurden getötet. Diese drei ergaben sich und wurden als Gefangene nach Mekka gebracht, um dort verkauft zu werden. Unter den Getöteten war unter anderem Asim ibn Thabit und Haritha ibn al-Numan al-Fihri.

Zayd ibn ad-Dathinnah wurde an Safwan ibn Umayya verkauft. Abu Sufyan bot an, sein Leben zu verschonen, wenn im Gegenzug Prophet Muhammad (s.) getötet würde. Doch darauf ließen die Gefangenen sich nicht ein, so dass sie schließlich alle drei von den Quraisch getötet wurden.

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