.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Feenkamine (türisch: „Peri Bacaları“) sind
außergewöhnliche, naturgeformte Felsformationen in der Region
Kappadokien.
Sie zählen zu den eindrucksvollsten geologischen Wundern
der
Türkei und sind zugleich ein bedeutendes historisches und
kulturelles Reiseziel.
Vor Millionen von Jahren bedeckten Ausbrüche der Vulkane
Erciyes, Hasan Dağı und Melendiz das Gebiet mit Asche und
Lava. Die Ablagerungen bildeten eine weiche Tuffschicht, die
über die Jahrtausende durch Wind und Wasser erodiert wurde.
Härtere Gesteinsbrocken oben auf den Säulen schützten die
darunterliegende weichere Tuffschicht – so entstanden die
typischen „Kaminformen“.
Die Menschen in Kappadokien nutzten die weichen Felsen, um
Wohnhöhlen, Kirchen, Klöster und sogar ganze unterirdische
Städte in den Fels zu schlagen. Viele dieser Bauten stammen
aus der frühchristlichen Zeit (4.–13. Jh. n.Chr.) und dienten
Christen als Schutzräume vor Verfolgung.
Die Peri Bacaları sind vor allem zu finden in: Göreme,
Ürgüp, Paşabağ, Zelve, Uçhisar und Derinkuyu (unterirdische
Städte). Das Göreme-Tal mit seinen Felskirchen und Feenkaminen
ist seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Bezeichnung „Peri Bacaları“ („Feenkamine“) stammt aus
alten volkstümlichen Erzählungen: Man glaubte, Feen oder
Geister hätten in diesen Felsgebilden gelebt oder sie
geschaffen. In manchen Legenden dienten sie als Verstecke oder
Wohnstätten übernatürlicher Wesen.
Maßstabsgetreues Miniaturmodell der Formationen sind in in
Miniatürk ausgestellt (siehe Foto).
