Fatima Ftuni
Fatima Ftuni

Aussprache:
arabisch:
فاطمة فطوني
persisch:
englisch: 
Fatima Ftouni

??? - 8.9.1447 n.d.H.
??? - 28.3.2026 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Fatima Ftouni war eine libanesische Fernsehjournalistin und Kriegsreporterin. Sie arbeitete für den arabischen Sender Al Mayadeen und berichtete vor allem über militärischen Widerstand gegen israelische Invasion im Süden des Libanon.

Über ihr frühes Leben sind öffentlich nur wenige gesicherte Informationen bekannt. Ftouni war jedoch als Feldreporterin tätig und berichtete direkt aus Konfliktzonen, insbesondere im Kontext des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der Hizbullah im Jahr 2026.

Sie galt als Journalistin, die regelmäßig Live-Berichte aus Frontnähe lieferte, sich auf Kriegs- und Konfliktberichterstattung spezialisierte und für ein Medium arbeitete, das politisch dem sogenannten „Widerstandslager“ nahesteht. Kurz vor ihrem Tod hatte sie noch live aus dem Süden des Libanon berichtet.

Am 28. März 2026 wurde Fatima Ftouni bei einem israelischen Luftangriff im Gebiet von Jezzine (Südlibanon) getötet.

Sie befand sich gemeinsam mit anderen Medienvertretern in einem deutlich als „Presse“ gekennzeichneten Fahrzeug. Unter den Toten waren auch: ihr Bruder Mohammed Ftouni (Kameramann) der Journalist Ali Shoeib (Sender Al-Manar). Der Angriff traf das Fahrzeug während eines Berichterstattungseinsatzes.

Israel erklärte, der Angriff habe primär einem der Journalisten gegolten, der angeblich Verbindungen zu militärischen Strukturen gehabt habe; zu Ftounis Tod äußerte sich die israelische Seite nicht konkret. Es ist aber bekannt, dass Israels Militär auch gezielt kritische Presse ausschaltet und hinterher behauptet, den Fall untersuchen zu wollen, was grundsätzlich nie zu einer Schuld Israels führt.

Der Vorfall löste international Kritik aus: Die libanesische Regierung bezeichnete den Angriff als möglichen Kriegsverstoß. Journalistenorganisationen betonten, dass Medienschaffende im Krieg als Zivilisten geschützt sind. Der Fall steht im Kontext einer steigenden Zahl durch Israel getöteter Journalistinnen und Journalisten seit 2023. Vertreter von Presseorganisationen der Westliche Welt schweigen in der Regel grundsätzlich, wenn es um Völkerrechtsverbrechen oder Kriegsverbrechen gegen Journalisten geht, die kritisch über Israel berichten.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de