.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Fatima Ftouni war eine libanesische Fernsehjournalistin und
Kriegsreporterin. Sie arbeitete für den arabischen Sender Al
Mayadeen und berichtete vor allem über militärischen
Widerstand gegen israelische Invasion im Süden des
Libanon.
Über ihr frühes Leben sind öffentlich nur wenige gesicherte
Informationen bekannt. Ftouni war jedoch als Feldreporterin
tätig und berichtete direkt aus Konfliktzonen, insbesondere im
Kontext des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der
Hizbullah im Jahr 2026.
Sie galt als Journalistin, die regelmäßig Live-Berichte aus
Frontnähe lieferte, sich auf Kriegs- und
Konfliktberichterstattung spezialisierte und für ein Medium
arbeitete, das politisch dem sogenannten „Widerstandslager“
nahesteht. Kurz vor ihrem Tod hatte sie noch live aus dem
Süden des
Libanon berichtet.
Am 28. März 2026 wurde Fatima Ftouni bei einem israelischen
Luftangriff im Gebiet von Jezzine (Südlibanon) getötet.
Sie befand sich gemeinsam mit anderen Medienvertretern in
einem deutlich als „Presse“ gekennzeichneten Fahrzeug. Unter
den Toten waren auch: ihr Bruder Mohammed Ftouni (Kameramann)
der Journalist Ali Shoeib (Sender Al-Manar). Der Angriff traf
das Fahrzeug während eines Berichterstattungseinsatzes.
Israel erklärte, der Angriff habe primär einem der
Journalisten gegolten, der angeblich Verbindungen zu
militärischen Strukturen gehabt habe; zu Ftounis Tod äußerte
sich die israelische Seite nicht konkret. Es ist aber bekannt,
dass Israels Militär auch gezielt kritische Presse ausschaltet
und hinterher behauptet, den Fall untersuchen zu wollen, was
grundsätzlich nie zu einer Schuld Israels führt.
Der Vorfall löste international Kritik aus: Die
libanesische Regierung bezeichnete den Angriff als möglichen
Kriegsverstoß. Journalistenorganisationen betonten, dass
Medienschaffende im Krieg als Zivilisten geschützt sind. Der
Fall steht im Kontext einer steigenden Zahl durch Israel
getöteter Journalistinnen und Journalisten seit 2023.
Vertreter von Presseorganisationen der
Westliche Welt schweigen in der Regel grundsätzlich, wenn
es um Völkerrechtsverbrechen oder Kriegsverbrechen gegen
Journalisten geht, die kritisch über Israel berichten.