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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Gandhi-Hotel-Krankenhaus in
Teheran war vor der Zerstörung durch die USA und Israel
ein modernes privates medizinisches Zentrum, das besonders für
Medizintourismus und spezialisierte Behandlungen bekannt war.
Es war Teil eines ungewöhnlichen „Hotel-Hospital“-Komplexes,
der medizinische Versorgung mit Hotel-Unterkünften
kombinierte. Die Eröffnung erfolgte etwa 2008 durch ein
Konsortium iranischer und internationaler Mediziner. Der
Gebäudekomplex steht im Distrikt 6 von
Teheran, an der Gandhi-Straße nahe dem Valiasr-Gebiet. Das
Krankenhaus ist benannt nach
Mahatma
Gandhi.
Ziel war es, ein hochmodernes medizinisches Zentrum mit
internationalem Standard zu schaffen und Patienten aus dem
Ausland anzuziehen. Das Krankenhaus war Teil der iranischen
Strategie, den Gesundheitstourismus auszubauen.
Der Komplex gehörte zu den größten privaten medizinischen
Einrichtungen der Stadt mit einer Gesamtfläche von 32 000 m².
Neben einem 17-stöckigen Krankenhausgebäude steht ein
21-stöckiges Hotel für Patienten und Angehörige. Das
Krankenhaus verfügte über einen Kapazität von ca. 100 Betten,
rund 40 Intensivbetten (ICU) und 17 Operationssälen, sowie
etwa 100 Hotel-Suiten für Patienten und Begleitpersonen. Das
Konzept bestand darin, Patienten während Behandlung und
Genesung komfortable Unterkunft und Service wie in einem Hotel
zu bieten.
Das Gandhi-Krankenhaus bot ein breites Spektrum
spezialisierter medizinischer Dienste, darunter:
Viele Patienten kamen aus anderen Ländern der Region für
Spezialbehandlungen oder Operationen.
Vor den Angriffen galt das Gandhi-Hospital als eines der
modernsten privaten Krankenhäuser Irans und wichtiger Standort
für internationale Patienten. Der Komplex behandelte laut
Betreiber Zehntausende internationale Patienten.
Das Krankenhaus liegt in einem zentralen Geschäfts- und
Verwaltungsviertel Teherans. Es wurde während des
Angriffskrieges der USA und Israel auf die
Islamische Republik Iran am 1.–2. März 2026 schwer
beschädigt. Nach iranischen Angaben traf eine Rakete das
Krankenhaus selbst oder schlug unmittelbar daneben ein,
wodurch das Gebäude schwer beschädigt wurde: Ein großer Teil
der Frontfassade des mehrstöckigen Gebäudes wurde zerstört
oder schwer beschädigt. Fensterscheiben und Teile der
Außenstruktur wurden herausgerissen. Satellitenbilder und
Fotos aus den Tagen danach bestätigten, dass Teile des
Krankenhauskomplexes teilweise zerstört waren.
Unmittelbar nach den Explosionen begann eine
Not-Evakuierung des Krankenhauses: