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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Glückseligkeit
(saʿada) oder Seligkeit ist nicht bloß subjektives Glück oder
weltliches Wohlergehen, sondern eine objektive, gottbezogene
Glückseligkeit, die das
Diesseits und
Jenseits umfasst.
Sie ist eng mit
Erkenntnis, Gehorsam und innerer Läuterung verbunden.
Im
Heiligen Quran kommen Derivate des Wortstamms zweimal vor:
فَمِنْهُمْ شَقِيٌّ وَسَعِيدٌ
„So sind einige von ihnen unglückselig, andere glückselig.“
(11:105)
Gehorsam gegenüber Gott gilt als Quelle des Erfolgs.
Imam Ali (a.) sagte: „Es gibt keine Glückseligkeit
außer im Gehorsam gegenüber Gott, und kein Unglück außer im
Ungehorsam gegenüber Gott.“
Glückseligkeit ist kein statischer Zustand, sondern eine
dynamische Beziehung zu Gott in der Rechtleitung.
Imam
Sadiq (a.) sagt sinngemäß: „Glückselig ist, wessen
Inneres Gott kennt, auch wenn sein Äußeres bescheiden ist.“
So ist die innere Ausrichtung entscheidender als äußere
Umstände.
Die seelische Ordnung setzt eine Harmonie zwischen
Vernunft, Begierde und Glauben voraus, die zu einer Freiheit
von innerem Widerspruch führt. Vollkommene Glückseligkeit
existiert erst im
Jenseits, das
Diesseits ist eine Vorbereitung. Glückseligkeit steht im
Widerspruch zu
Sünde.
Aus
islamischer Sicht ist Glückseligkeit (سعادة) die
Verwirklichung der menschlichen Bestimmung, das Resultat von
Glauben, Gehorsam und Läuterung, nicht Besitz, Macht oder
Genuss, sondern Nähe zu Gott.
Oder zusammengefasst mit
Imam Ali (a.): Glückseligkeit ist nicht, zu bekommen, was
man selbst will, sondern zu wollen, was
ALLAH will.