.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Golgatha ist ein historisch lokalisierter Ort in
Jerusalem, der in der Überlieferung des
Christentums als Stätte der Kreuzigung
Jesu
(a.) gilt. Heute befindet sich der Ort innerhalb der
Grabeskirche und ist Teil eines vielschichtigen religiösen
und archäologischen Ensembles.
Unabhängig von theologischen Deutungen wird Golgatha als
bedeutender Bestandteil der historischen Topographie
Jerusalems betrachtet.
Aus
islamischer Perspektive besitzt Golgatha keine
eigenständige kultische oder heilsgeschichtliche Bedeutung.
Die Einordnung ergibt sich aus dem
islamischen Verständnis der Ereignisse um
Jesus
(a.).
Zentral hierbei ist die Aussage im
Heiligen Quran, dass Jesus nicht gekreuzigt wurde:
„… sie haben ihn weder getötet noch
gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur so …“ (Heiligen
Quran 4:157)
Daraus folgt, dass die Kreuzigung ist aus
islamischer Sicht kein historisches Faktum. Entsprechend
hat der Ort der Kreuzigung keine religiöse Schlüsselfunktion.
Golgatha wird von
Muslimen lediglich als historisch überlieferter Ort der
christlichen Tradition wahrgenommen. Aus Respekt gegenüber
den
Christen wurde das
christliche Heiligtum auch unter
muslimischer Herrschaft stets respektvoll gepflegt und nie
angetastet.

Nach
Dr. Paul Wilhelm von Keppler (1899 n.Chr.)