.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Hubert Grimme war ein deutscher Orientalist, der sich
besonders mit dem
Heiligen Quran und der islamischen Theologie beschäftigt
hat.
Er lehrte an den Universitäten Freiburg im Üechtland und
Münster und war von 1911 bis 1929 Direktor des Orientalischen
Seminars in Münster. Grimme gilt als einer der bedeutendsten
deutschen
Quran-Übersetzer ins Deutsche des frühen 20. Jh. n.Chr.
Im Jahr 1923 veröffentlichte Grimme seine Übersetzung des
Heiligen Quran unter dem Titel: „Der Koran: Ausgewählt,
angeordnet und im Metrum des Originals übertragen“
Diese Übersetzung erschien in der Reihe „Dokumente der
Religion“ und wurde 2023 in einer kommentierten Neuauflage
durch Michael Fisch im Verlag Königshausen & Neumann
herausgegeben.
Grimme besaß einen geeigneten wissenschaftlichen
Hintergrund für seine Arbeit. Er promovierte 1886 bei
Eduard Sachau mit der Dissertation „Palmyra in
muslimischer Zeit“ und habilitierte sich 1889 für
Orientalistik. Er beschäftigte sich intensiv mit der
arabischen Sprache, der islamischen Theologie und der
Geschichte des frühen
Islam.
Sein zweibändiges Werk über den
Propheten Muhammad (s.) wurde lange Zeit als Standardwerk
angesehen.
Grimmes Übersetzung des
Heiligen Quran zeichnet sich durch ihren Versuch aus, den
Rhythmus und die Musikalität des Originals im Deutschen
wiederzugeben. Dabei orientierte er sich an der arabischen
Reimprosa (Sadschʿ), was seine Übersetzung besonders macht.
Allerdings wird sie in der modernen Islamwissenschaft aufgrund
ihrer interpretativen Ausrichtung und missionarischen
Zielsetzung kritisch betrachtet.