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Die Grotte von Banias ist eine große natürliche Felsgrotte am
Fuß des Hermon nahe der heutigen Ortschaft Banias.
Sie markiert den Hauptquellaustritt des Banias-Flusses,
einer der drei Quellflüsse des
Jordan, und war bereits in der Antike ein markanter Natur-
und Kultort.
In der griechisch-römischen Zeit war die Grotte dem Gott
Pan geweiht. Der antike Name des Ortes lautete Paneas. In den
Felswänden sind noch heute Nischen, Inschriften und
Tempelreste sichtbar, die auf einen bedeutenden heidnischen
Kultplatz hinweisen.
Darüber hinaus besitzt Banias auch biblisch-historische
Bedeutung: In der Nähe lag Cäsarea Philippi, das im Neuen
Testament erwähnt wird. Unabhängig religiöser Deutungen gilt
die Grotte von Banias heute als archäologisch, landschaftlich
und kulturgeschichtlich herausragender Ort des nördlichen
Jordantalraums.

Nach
Dr. Paul Wilhelm von Keppler (1899 n.Chr.)