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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Abdurrahman Gürses war
Er ist 1909 im Dorf Soğuksu (im damaligen Hendek-Bezirk,
Provinz Sakarya) geboren. Gürses entstammte einer religiösen
Familie: Sein Vater war
Imam
und
Hafidh, und so begann Gürses sehr früh mit dem
Auswendiglernen des
Heiligen Quran.
Bereits mit etwa 13–14 Jahren hatte er den gesamten
Heiligen Quran auswendig gelernt. Er studierte klassische
islamische Disziplinen vor allem
Rezitation [qira'a], arabische Grammatik und weitere
Disziplinen.
Nach verschiedenen Stationen wurde er 1938 n.Chr.
Imam
in einer Moschee in
Istanbul und ab 1944 Imam der großen
Sultan Bayezid-II-Moschee. Dort wirkte er bis zu seiner
Pensionierung 1979.
Danach widmete er sich der Lehre und Aus-/Weiterbildung im
Bereich der
Rezitation [qira'a] des
Heiligen Quran. Von 1976 bis 1998 lehrte er am
Ausbildungszentrum Haseki Eğitim Merkezi der zuständigen
Religionsbehörde.
Gürses galt als einer der führenden „Kurrâ“
(Koran-Rezitatoren) seiner Zeit. Er erhielt den Titel
Reîsülkurrâ, also „Vorsitzender der Koranrezitatoren“, was
später au,ch auf seinem Grabstein vermerkt wurde.
Durch seine Bescheidenheit, pädagogische Hingabe, feste
Moral und tiefe Religiosität wurde er zu einem Vorbild vieler
Generationen. Manche nennen ihn „Lehrer der Lehrer“.
Viele bekannte spätere Rezitatoren und Imame sehen sich als
Schüler oder „geistige Nachfahren“ von Gürses. Seine Wirkung
reicht also bis in die Gegenwart. Dabei ist sein Nachname
ebenfalls prägend, denn er bedeutet "mächtige Stimme".
Er ist am 10. August 1999 in Istanbul gestorben und wurde
im Friedhof der
Sultan Bayezid-II-Moschee beigesetzt, in der er viele
Jahre gedient hatte. Sein Grabstein ist mit einem
aufgeschlagenen
Heiligen Quran in Marmor geschmückt.

Foto Y.Özoguz (2011 n.Chr.)