A. Gürses
Abdurrahman Gürses

Aussprache: abdurrahman kuursiys
arabisch:
عبد الرحمن كورسِس
persisch:
عبدالرحمان گورسس
englisch:
Abdurrahman Gurses

??? - ??? n.d.H.
1909 - 10.8.1999 n.Chr.

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Abdurrahman Gürses war

Er ist 1909 im Dorf Soğuksu (im damaligen Hendek-Bezirk, Provinz Sakarya) geboren. Gürses entstammte einer religiösen Familie: Sein Vater war Imam und Hafidh, und so begann Gürses sehr früh mit dem Auswendiglernen des Heiligen Quran.

Bereits mit etwa 13–14 Jahren hatte er den gesamten Heiligen Quran auswendig gelernt. Er studierte klassische islamische Disziplinen vor allem Rezitation [qira'a], arabische Grammatik und weitere Disziplinen.

Nach verschiedenen Stationen wurde er 1938 n.Chr. Imam in einer Moschee in Istanbul und ab 1944 Imam der großen Sultan Bayezid-II-Moschee. Dort wirkte er bis zu seiner Pensionierung 1979.

Danach widmete er sich der Lehre und Aus-/Weiterbildung im Bereich der Rezitation [qira'a] des Heiligen Quran. Von 1976 bis 1998 lehrte er am Ausbildungszentrum Haseki Eğitim Merkezi der zuständigen Religionsbehörde.

Gürses galt als einer der führenden „Kurrâ“ (Koran-Rezitatoren) seiner Zeit. Er erhielt den Titel Reîsülkurrâ, also „Vorsitzender der Koranrezitatoren“, was später au,ch auf seinem Grabstein vermerkt wurde.

Durch seine Bescheidenheit, pädagogische Hingabe, feste Moral und tiefe Religiosität wurde er zu einem Vorbild vieler Generationen. Manche nennen ihn „Lehrer der Lehrer“.

Viele bekannte spätere Rezitatoren und Imame sehen sich als Schüler oder „geistige Nachfahren“ von Gürses. Seine Wirkung reicht also bis in die Gegenwart. Dabei ist sein Nachname ebenfalls prägend, denn er bedeutet "mächtige Stimme".

Er ist am 10. August 1999 in Istanbul gestorben und wurde im Friedhof der Sultan Bayezid-II-Moschee beigesetzt, in der er viele Jahre gedient hatte. Sein Grabstein ist mit einem aufgeschlagenen Heiligen Quran in Marmor geschmückt.

Foto Y.Özoguz (2011 n.Chr.)

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