Hafidh
Farid Hafez

Aussprache: fariyn haafith
arabisch:
فريد حافظ
persisch:
فريد حافظ
englisch:
Farid Hafez

Bild: Umschlag seines Buches

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Farid Hafez ist ein österreichischer Politikwissenschaftler, der vor allem zu Islamophobie, Rassismus, Rechtspopulismus, Religion und Politik arbeitet.

Er ist am 23. Dezember 1981 in Ried im Innkreis in Oberösterreich geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Im Zeitraum 1998–2007 war er aktiv in der Muslimischen Jugend Österreichs. Ab 2002 studierte er Politikwissenschaft an der Universität Wien. Im Jahr 2008 erlangte er den Masterabschluss im Bereich Politische Bildung an der Donau-Universität Krems/Universität Klagenfurt. Die Promotion erfolgte 2009/2010 mit einer Dissertation zum thema „Islamophober Populismus“ über Moschee- und Minarettbauverbote österreichischer Parlamentsparteien. Seit 2010 ist er Herausgeber des Islamophobia Studies Yearbook. Weitere Stationen sind:

bullet2014 Visiting Scholar an der Columbia University in New York.
bullet2014–2021 Postdoc an der Universität Salzburg.
bulletSeit 2015 Mit-Herausgeber des European Islamophobia Report.
bullet2017 Fulbright Visiting Professor an der University of California, Berkeley.
bullet2017–heute Senior Researcher / Non-Resident Senior Researcher bei der Bridge Initiative der Georgetown University.
bullet2019 Habilitation im Fach Politikwissenschaft an der Universität Salzburg.
bullet2021–2024 Visiting Professor für International Studies am Williams College in Massachusetts.
bullet2022/23 Teaching Fellow in Human Rights am St. Francis College in New York.
bulletheute Associate Teaching Professor of International Relations am College of William & Mary in Williamsburg, Virginia.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind vor allem Islamophobie, Rassismus, Religion und Politik, Rechtspopulismus und internationale Beziehungen. Er hat mindestens 150 wissenschaftliche Publikationen verfasst.

Zu seinen bekannteren Veröffentlichungen gehören „Feindbild Islam“ von 2019 und „Wie ich zum Staatsfeind erklärt wurde - Die Operation Luxor und der Kreuzzug gegen den 'politischen Islam'“ von 2024.

In der Operation Luxor war Farid Hafez einer der Betroffenen. Sein Verfahren wurde im Januar 2023 eingestellt. Hafez selbst und seine Unterstützer deuteten die Operation später als politisch motivierte Kriminalisierung muslimischer Zivilgesellschaft und kritischer Wissenschaft.

Hafez ist auch Herausgeber bzw. Autor von Publikationen zur Operation Luxor. Beim transcript Verlag erschien der Band „Operation Luxor. Eine kritische Aufarbeitung der größten rassistischen Polizeioperation Österreichs“, herausgegeben von Farid Hafez.

Außerdem veröffentlichte er 2024 ein persönlicheres Buch mit dem Titel „Wie ich zum Staatsfeind erklärt wurde. Die Operation Luxor und der Kreuzzug gegen den ‚politischen Islam‘“. Damit ist er nicht nur Objekt der Ermittlungen gewesen, sondern auch einer der sichtbarsten Kritiker der Operation.

Er verließ nach der Operation Österreich und arbeitet seither als Associate Teaching Professor of International Relations am College of William & Mary in Williamsburg, Virginia (USA).

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