Hascht-Behescht

Hascht-Behescht-Palast

Aussprache: qaßr al-dschinaan ath-thamaaniyya
arabisch: قصر الجنان الثمانية
persisch: کاخ هشت‌بهشت
englisch: Hasht Behesht Palace

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Der Hascht-Behescht-Palast ist ein Palast in Isfahan, der in der Zeit der Safawiden erbaut wurde.

Der Name des Palastet "Hascht Behescht" bedeutet "acht Paradiese" und soll an ein Bild von göttlicher Pracht erinnern.  Er wurde im Jahr 1080 nach dem Iranischen Sonnenkalender* (entspricht 1669 n. Chr.) unter der Herrschaft von Schah Soleiman I. errichtet und diente als königlicher Lustpavillon. Der Palast verfügt über die zu ihrer Zeit charakteristischen Iwane. Die einstmals umfangreichen Kachelarbeiten an der Außenfassade sind heute kaum noch vorhanden. 1977 wurde der Palast teilweise restauriert.

Der zweistöckige Palast erhebt sich etwa zwei Meter über dem Boden und ist ein herausragendes Beispiel für die iranische Gartenarchitektur. Sein Grundriss folgt dem traditionellen persischen „Hasht Behesht“-Schema: ein zentraler Raum, umgeben von acht kleineren Räumen. Als besonders bemerkenswert gilt das zentrale Marmorbecken im Hauptsaal, bekannt als „Perlenbecken“, dessen Design das Wasser durch kleine Öffnungen wie Perlen fließen lässt.

Die Innenräume sind reich verziert mit Wandmalereien, Stuckarbeiten und kunstvollen Kachelmosaiken, die verschiedene Tiere wie Vögel, Raubtiere und Reptilien darstellen. Diese Elemente spiegeln sowohl die natürliche Welt als auch die symbolische Bedeutung des Paradieses wider.

Der Palast ist umgeben von einem großen Garten, der einstmals "Garten der Nachtigallen" (Bagh-e Bulbul) genannt wurde.

Der Palast befindet sich im ehemaligen „Garten der Nachtigallen“ [باغ بلبل], einem Teil des historischen Ensembles von Naqsch-e Dschahan. Heute ist das Gelände ein öffentlicher Park, der den Palast umgibt und Besuchern einen Einblick in die Gartenkunst der Safawidenzeit bietet. ach der Islamischen Revolution wurde der Garten ein einen öffentlichen Park umgestaltet, der nach Muhammad Ali Radschai benannt ist und Schahid Radschai Park heißt, was aber wenig gebräuchlich ist.

Einige Berichte deuten darauf hin, dass der Palast die Residenz von acht Ehefrauen von Abbas I. war, verteilt auf die beiden Etagen.

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