Hethitier

Hethitische Zivilisation (Hitit Uygarlığı)

Aussprache: hadhaarat al-hittiyiyn
arabisch:
حضارة الحثيين
persisch:
تمدن هیتی‌ها
englisch:
Hittite Civilization

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Die Hethitische Zivilisation (türkisch: Hitit Uygarlığı) bezeichnet die antike Zivilisation der Hethiter (auch Hittiter genannt), die im 2. Jahrtausend v.Chr. in Anatolien eine der bedeutendsten Mächte des Alten Orients war.

Ungefähr 1700 v. Chr. erfolgte die Gründung des Hethitischen Reichs in Anatolien. Im Zeitraum ca. 1600–1200 v.Chr. wird die Hochphase des Hethitischen Großreichs eingestuft. Die Hauptstadt Hattuscha ist heute Boğazkale in der Provinz Çorum in der Türkei. Das Einflussgebiet des Reichs war Zentralanatolien bis nach Syrien  und Nordmesopotamien. Es gab unter anderem große Kriege gegen Ägypten (Schlacht bei Kadesch 1274 v.Chr.). Als Untergang des Reichs wird ca. 1200 v.Chr. durch innere Schwäche und Seevölkerinvasionen angegeben.

Die Kultur besaß eine Keilschrift (akkadisch beeinflusst) und luwische Hieroglyphen und war polytheistisch geprägt, wobei von „Tausend Götter der Hethiter“ die Rede ist. Ihre Sprache gilt als die älteste schriftlich belegte indoeuropäische Sprache und war indogermanisch.

Rückblickens werden die Hethiter als erste Großmacht in Anatolien betrachtet. Die Ruinen ihrer Hauptstadt Hattusa sind heute UNESCO-Weltkulturerbe. In der Türkei wird die „Hitit Uygarlığı“ oft als kulturelles Erbe hervorgehoben. Zahlreiche Museen widmen sich den Funden der Hethiter. Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der Rekonstruktion einer Burg in der Hauptstadt ist in Miniatürk ausgestellt (siehe Foto).

Foto Y.Özoguz (2009 n.Chr.)

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