Husainiyya Irschad
Husainiyya Irschad

Aussprache: husainiyya irschaad
arabisch:
حسینیه ارشاد
persisch:
حسینیه ارشاد
englisch:
Hoseiniye-ye Ershad

Bild: Husainiyya Irschad 2001

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Die Husainiyya Irschad ist ein Husainiyya in Teheran, die ein bedeutende Rolle beim Widerstand gegen den Schah Muhammad Reza Pahlavi gespielt.

Die Husainiyya Irschad wurde in den 1960er Jahren n.Chr.mit einem reformorientierten Ansatz gegründet. Initiatoren waren Mohammad Homayoun, Nasser Minachi und Abdolhossein Aliabadi. Das Zentrum entstand mit einem reformorientierten Ansatz im Bereich des religiösen Denkens und mit dem Ziel, islamische Lehren zu verbreiten und auf die intellektuellen Bedürfnisse der jungen Generation zu antworten.

Durch den Einsatz moderner Methoden unterschied sich die Husainiyya Irschad deutlich von traditionellen religiösen Versammlungsorten. Dazu gehörten etwa die Ersetzung der klassischen Kanzel (Minbar) durch ein Rednerpult, das Klatschen anstelle des Sprechens von Segensformeln (Salawat) sowie die Aufführung religiöser Theaterstücke. Die Aktivitäten der Institution waren in den Bereichen Forschung, Bildung und religiöse Verkündigung organisiert und umfassten Vorträge, Unterrichtskurse und die Veröffentlichung von Büchern.

Obwohl keine direkte organisatorische Verbindung zu Imam Chomeini bestand, spielte sie durch Persönlichkeiten aus seinem Umfeld sowie durch die Vermittlung einer revolutionären Interpretation des Islam eine bedeutende Rolle bei der intellektuellen Vorbereitung der Islamischen Revolution. Ayatollah Morteza Motahhari war stellvertretende Vorsitzende der Husainiyya Irschad. Auch andere Persönlichkeiten wie Ayatollah Mahmud Taleghani und andere gehörten zu den Unterstützern Imam Chomeinis. In dieser Zeit hielten zahlreiche bekannte Persönlichkeiten in der Einrichtung Vorträge.

Durch die Vermittlung einer ideologischen und revolutionären Interpretation des Islam, insbesondere durch die Vorträge von Ali Schariati und Ayatollah Morteza Motahhari. Die Husainiyya Irschad war eine Zentrum religiöser Aktivitäten bis der Schah Muhammad Reza Pahlavi die Institution 1972 n.Chr. schließen ließ. Dennoch wurden selbst während der Schließungszeit kulturell-revolutionäre Aktivitäten fortgeführt, darunter die Produktion revolutionärer Lieder und der heimliche Druck von Schriften Schariatis.

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution nahm die Husainiyya Irschad ihre Tätigkeit wieder auf und setzt ihre Arbeit bis heute als religiös-kulturelle Institution fort.

Die Husainiyya Irschad war Schauplatz ideologischer Differenzen zwischen Ayatollah Morteza Motahhari und Ali Schariati, die schließlich im Jahr 1349 (1969 n.Chr.) zum Austritt Motahharis aus der Institution führten.

Diese Differenzen bezogen sich hauptsächlich auf grundlegende Prinzipien und Interpretationen des Islam. Schariati verfolgte einen revolutionären Ansatz und nutzte soziologische Konzepte, um die Jugend anzusprechen. Ayatollah Morteza Motahhari hingegen betrachtete dessen Interpretationen und Methoden als ungenau und ohne Weitsicht.

Der Gebäudekomplex im Norden Teherans beinhaltet einen zentralen Kuppelsaal and angeschlossene Bibliothek und weitere Räumlichkeiten.


Foto IRIB 2001

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