.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Husainiyya Irschad ist ein
Husainiyya in
Teheran, die ein bedeutende Rolle beim Widerstand gegen
den
Schah Muhammad Reza Pahlavi gespielt.
Die Husainiyya Irschad wurde in den 1960er Jahren n.Chr.mit
einem reformorientierten Ansatz gegründet. Initiatoren waren
Mohammad Homayoun, Nasser Minachi und Abdolhossein Aliabadi.
Das Zentrum entstand mit einem reformorientierten Ansatz im
Bereich des religiösen Denkens und mit dem Ziel, islamische
Lehren zu verbreiten und auf die intellektuellen Bedürfnisse
der jungen Generation zu antworten.
Durch den Einsatz moderner Methoden unterschied sich die Husainiyya Irschad
deutlich von traditionellen religiösen Versammlungsorten. Dazu
gehörten etwa die Ersetzung der klassischen Kanzel (Minbar)
durch ein Rednerpult, das Klatschen anstelle des Sprechens von
Segensformeln (Salawat) sowie die Aufführung religiöser
Theaterstücke. Die Aktivitäten der Institution waren in den
Bereichen Forschung, Bildung und religiöse Verkündigung
organisiert und umfassten Vorträge, Unterrichtskurse und die
Veröffentlichung von Büchern.
Obwohl keine direkte organisatorische Verbindung zu
Imam
Chomeini bestand, spielte sie durch Persönlichkeiten aus
seinem Umfeld sowie durch die Vermittlung einer revolutionären
Interpretation des
Islam
eine bedeutende Rolle bei der intellektuellen Vorbereitung der
Islamischen Revolution.
Ayatollah Morteza Motahhari war stellvertretende
Vorsitzende der Husainiyya Irschad. Auch andere
Persönlichkeiten wie
Ayatollah Mahmud Taleghani und andere gehörten zu den
Unterstützern
Imam
Chomeinis. In dieser Zeit hielten zahlreiche bekannte
Persönlichkeiten in der Einrichtung Vorträge.
Durch die Vermittlung einer ideologischen und
revolutionären Interpretation des
Islam,
insbesondere durch die Vorträge von
Ali
Schariati und
Ayatollah Morteza Motahhari. Die Husainiyya Irschad war eine Zentrum religiöser Aktivitäten bis
der
Schah Muhammad Reza Pahlavi die Institution 1972 n.Chr. schließen ließ.
Dennoch wurden selbst während der Schließungszeit
kulturell-revolutionäre Aktivitäten fortgeführt, darunter die
Produktion revolutionärer Lieder und der heimliche Druck von
Schriften
Schariatis.
Nach dem Sieg der
Islamischen Revolution nahm die Husainiyya Irschad ihre
Tätigkeit wieder auf und setzt ihre Arbeit bis heute als
religiös-kulturelle Institution fort.
Die Husainiyya Irschad war Schauplatz ideologischer
Differenzen zwischen
Ayatollah Morteza Motahhari und
Ali
Schariati, die schließlich im Jahr 1349 (1969 n.Chr.) zum
Austritt
Motahharis aus der Institution führten.
Diese Differenzen bezogen sich hauptsächlich auf
grundlegende Prinzipien und Interpretationen des
Islam.
Schariati
verfolgte einen revolutionären Ansatz und nutzte soziologische
Konzepte, um die Jugend anzusprechen.
Ayatollah Morteza Motahhari hingegen betrachtete dessen
Interpretationen und Methoden als ungenau und ohne Weitsicht.
Der Gebäudekomplex im Norden
Teherans beinhaltet einen zentralen Kuppelsaal and
angeschlossene Bibliothek und weitere Räumlichkeiten.

Foto IRIB 2001