Ibn Qulawayh
Ibn Qulawayh

Aussprache: ibn quulawayh
arabisch:
ابن قولويه
persisch:
ابن قولویه
englisch:
Ibn Qulawayh

??? - 368 n.d.H.
??? - 978/979 n.Chr.

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Abul-Qasim Dschafar ibn Muhammad ibn Dschafar ibn Musa ibn Qulawayh al-Qummi, bekannt als Ibn Qulawayh war ein Gelehrter [faqih] im 4. Jh. n.d.H. (10. Jh. n.Chr.).

Er lebte in Bagdad und starb dort 368 n.d.H. (978/9 n.Chr.). Er gilt als einer der bedeutendste schiitischen Überlieferer [rawi].

Sein Herkunftsort war vermutlich die Stadt Qum, was aus seinem Namen vermutet wird. Er unternahm Reisen zu anderen Zentren der islamischen Gelehrsamkeit, unter anderem in den Irak. Viele seiner Gelehrten und Lehrer stammten ebenfalls aus Qum.

Sein bekanntestes Werk ist Kāmil al‑Ziyārāt („Die vollständige Ziyāra(n)“) – eine Sammlung von Überlieferungen über das Besuchen heiliger Stätten im schiitischen Brauch.

Daneben schrieb er weitere Werke über Ritualgebet, Zeugenschaft, Nachtwachen und andere. Viele davon sind allerdings nur fragmentarisch erhalten. Ibn Qulawayh gilt als einer der vertrauenswürdigen Überlieferer [rawi] und wurde unter anderem von Gelehrten [faqih] wie Scheich Mufid  als zuverlässig („thiqah“) eingestuft.

Sein Werk Kamil al-Ziyarat gilt bis heute als zentrale Quelle für schiitische Pilgerpraktiken und theologische Reflektionen über die Besuchung von Gräbern der Zwölf Imame (a.).

Grabstelle in Kazimein, Foto S.Yamin (20205 n.Chr.)

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