Imam Mahdi
Imam Mahdi (a.) begegnen

Aussprache: mulaaqaat al-imaam al-mahdiy
arabisch:
ملاقاة الإمام المهدي
persisch:
دیدار با امام مهدی
englisch:
to meet Imam Mahdi

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Die mögliche Begegnung mit Imam Mahdi (a.) während seiner Verborgenheit ist ein umstirttenes Diskussionsthema unter Schiiten.

Die Quran-Kommentatoren geben keine verlässliche Interpretation eines Verses an, wie solch eine Begegnung stattfinden könnte. Aus verlässlichen Überlieferungen [hadith] wird herausgelesen, dass Begegnungen grundsätzlich nicht ausgeschlossen, aber nicht erzwingbar sind durch bestimmte Rituale. Mehrere der Zwölf Imame (a.) warnen ausdrücklich vor Fixierung auf Visionen und einer vor Rezept-Spiritualität sowie vor Menschen, die behaupten, Begegnungen „herstellen“ zu können. Ein bekanntes Prinzip lautet: اللقاء ليس بيد العبد بل بإذن الله وحده : Die Begegnung liegt nicht in der Hand des Menschen, sondern allein bei ALLAH. In der Geschichte gibt es einige Dokumentationen zu Begegnungen, wie z.B. zum Bau der Moschee von Dschamkaran.

Mystikern wie Radschab Ali Nikuguyan wird eine Begegnung mit Imam Mahdi (a.) zugeschrieben. In der Biografie über ihn mit dem Titel Elixier der Liebe“, geschrieben von Muhammad Muhammadi Rayschahri, behauptet er, dass das Bittgebet im Vers 17:80: Mein Herr, lasse mich in Wahrhaftigkeit eintreten und in Wahrhaftigkeit austreten und gewähre mir von Dir eine unterstützende Macht“ ein Türöffner sein kann. So behauptet er, dass derjenigen, der den Vers 40 Abende nacheinander vor dem Schlafengehen jeweils 100 Mal rezitiert, Imam Mahdi (a.) dann sehen wird, allerdings mit der Einschränkung, dass er ihm möglicherweise nicht erkennt. Die Aussage hat aber keine Basis in den Überlieferungen [hadith].

Die Aussagen eines Arif können persönlich inspirierend sein, sind aber keine religiöse Norm und dürfen nicht als allgemeines Rezept verstanden oder verbreitet werden.

Eine Begegnung mit Imam Mahdi (a.) ist Gnade und nicht Resultat einer Technik. Damit entzieht sie sich der Verallgemeinerung. Viele Gelehrte [faqih] warnen ausdrücklich davor, spirituelle Erfahrungen Einzelner zu verallgemeinern oder zu ritualisieren.

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