A. Karakoç
Aburrahim Karakotsch (Karakoç)

Aussprache: abdurrahiym qaraaqudsch
arabisch:
عبد الرحيم قراقوتش
persisch:
عبدالرحیم کاراکوچ
englisch: Abdurrahim
Karakotsh

7.4.1932 - 7.6.2012 n.Chr.

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Abdurrahim Karakoç war ein türkischer Dichter, Publizist und Volksintellektueller, der vor allem durch seine gesellschaftskritische Lyrik in der Tradition der anatolischen Volksdichtung bekannt wurde. Er gilt als eine der markantesten Stimmen der modernen türkischen Volks- und Protestpoesie.

Er ist am 7. April 1932 in Ekinözü (Kahramanmaraş) geboren und starb am 7. Juni 2012 in Ankara.

Karakoç schrieb in einer klaren, volksnahen Sprache und verband traditionelle Versformen mit zeitgenössischer Sozialkritik. Zentrale Themen waren soziale Ungerechtigkeit, Korruption, Machtmissbrauch, Moral, Glauben und Gewissen sowie nationale Identität und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Seine Kritik an politischer Willkür war oft scharf, satirisch und zugespitzt. Seine Gedichte wurden vielfach vertont und fanden große Resonanz über akademische Kreise hinaus.

bulletHasan’a Mektuplar (Briefe an Hasan)
bulletVur Emri (Schießbefehl)
bulletKan Yazısı (Blutschrift)
bulletBeşinci Mevsim (Die fünfte Jahreszeit)

Diese Bände machten ihn zu einem breit gelesenen Autor in der Türkei, besonders in konservativ-religiösen und sozialkritischen Milieus. Damit erneuerte er die Volksdichtung für das 20./21. Jh. n.Chr. Er gab der „Stimme des einfachen Volkes“ einen literarischen Ausdruck und blieb unabhängig von akademischen Schulen und literarischen Moden. Er wurde sowohl bewundert als auch kontrovers diskutiert .

Abdurrahim Karakoç war kein Hofdichter und kein Elitenautor, sondern ein öffentlicher Mahner, dessen Werk bewusst verständlich blieb. Seine Gedichte wirken weniger durch formale Experimente als durch moralische Klarheit und gesellschaftliche Dringlichkeit.

Im Park vor der Ipekyolu Atatürk Kunstgalerie in Van (İpekyolu Atatürk Sanat Galerisi) ist sein Gedicht „Unutursun Mihribanım“ (Du wirst es vergessen, meine Geliebte/meine Mihriban) auf einer Tafel angebracht.

Foto Y. Özoguz 2022 n.Chr.

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