Kaschar Käse
Kaschar-Käse

Aussprache: dschubnat qaschqawaan
arabisch:
جبنة قشقوان
persisch:
پنیر کشکاوال
englisch:
Kashkaval cheese

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Kaschar-Käse (türkisch: Kaşar peyniri) ist ein halbharter bis harter Käse aus der türkischen bzw. anatolischen Käsetradition und hat seine Wurzeln im Balkanraum, im osmanischen Kulturraum und möglicherweise in älteren armenischen und griechischen Käsesorten.

Der Name „Kaşar“ stammt vermutlich vom bulgarischen oder mazedonischen Wort „kaschkaval“, das dort einen ähnlichen gelblichen Hartkäse bezeichnet. Der Begriff hat Spuren in vielen Sprachen des Balkans, etwa:

bulletBulgarisch: кашкавал (kaškaval)
bulletGriechisch: κασκαβάλι (kaskavalí)
bulletSerbisch: качкаваљ (kačkavalj)

Als möglicher Ursprung wird das lateinische Wort caseus für Käse angegeben.

Kaschar-Käse ist vor alle in der Türkei, Bulgarien, Griechenland, Nordmazedonien, Serbien und Teilen der Kaukasusregion verbreitet. In der Türkei wird Kaşar peyniri besonders in Ostanatolien, in Kars, Erzurum und Trakya (Thrakien) produziert.

Es gibt zwei Hauptformen:

  1. Taze Kaşar (Frischer Kaşar) Mild, hellgelb, weich bis halbfest, wenige Wochen gereift
  2. Eski Kaşar (Alter Kaşar) Hart, kräftiger im Geschmack, mindestens 6 Monate gereift, gerne länger, manchmal leicht scharf, mit Kruste

Traditionell wird meist Kuhmilch verwendet, die mit Schafsmilch gemischt wird. Die Herstellung ähnelt dem Pasta-filata-Verfahren (wie bei Kaschkaval oder Provolone): Der Käse wird erhitzt, gezogen, geformt, gepresst und gereift.

Deutsche Käsesorten, die Kaşar peyniri entsprechen sind Butterkäse Edamer, Gouda (junger Gouda) und Tilsiter. Kaşar wird traditionell oft aus Kuh- und/oder Schafsmilch hergestellt, deutsche Käsesorten meistens nur aus Kuhmilch. Geschmacklich ist Kaşar oft etwas „nussiger“ oder würziger bei längerer Reifung.

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