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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Keramik von Zonouz hat eine lange Tradition und ist direkt
mit den reichhaltigen Tonvorkommen und Mineralienlagern in der
Region von Zonouz verbunden.
Als Rohstoffquelle dienen die Ton- und Kaolinminen von
Zonouz, die reich an hochwertigen Tonvorkommen sind,
insbesondere: Kaolin (weißer Ton) und Feiner roter Ton mit
eisenhaltigen Komponenten
Die Tonlager liegen meist außerhalb des Stadtzentrums, im
Umkreis von bis zu 5 km, besonders in der Region südlich und
östlich von Zonouz. Die
Vorkommen werden industriell und handwerklich genutzt.
Kaolin aus Zonouz wird teilweise in Porzellan- und
Fliesenfabriken weiterverarbeitet. Der lokale Ton wird vor
allem für traditionelle Keramik und Kachelwerk genutzt.
Die Besonderheiten der Zonouzi-Keramik bestehen in der
rotbraunen bis beigen Grundfarbe (je nach Brand und
Tonmischung) und den Glasurfarben. Dazu zählen vor allem
Grüntöne (Kupferoxid), Türkis bis himmelblau (Eisen/Kupfer)
und Cremefarben mit dekorativen Einritzungen.
Die Dekoration besteht aus geometrischen Mustern, Arabesken
oder floralen Motiven. In älteren Werkstücken ist der Einfluss
aus dem Kaukasus und Zentralasien sichtbar.
Die Herstellung erfolgt traditionell in Holzöfen oft als
zweiteiliger Brand: zuerst Rohbrand, dann Glasurbrand. Einige
Werkstätten verwenden noch erdvergrabene Tandoor-ähnliche
Öfen. In Zonouz gibt es mehrere
kleine Töpferfamilien, deren Wissen über Generationen
weitergegeben wurde. Viele dieser Werkstätten befinden sich in
Nebengebäuden von Wohnhäusern.
Ein Teil der Produkte wird lokal verkauft (z.B. auf dem
Basar von
Marand),
ein anderer Teil geht in Werkstätten im ganzen Land.